Bitte, bitte

Großer Auflauf vor dem Premenreuther Feuerwehrhaus. Humorvolle Ansprachen hielten (vorne, von links) Reuths Bürgermeister Werner Prucker sowie Stadtpfarrer Hubert Bartel und Bürgermeister Karlheinz Budnik aus Windischeschenbach. Bild: ang
Lokales
Bayern
10.06.2015
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Das Holzscheit war spitz. Wer darauf knien muss, soll es schließlich möglichst unbequem haben. Das Ritual des Patenbittens ist eben traditionell mit Unannehmlichkeiten verbunden.

Freundschaft funktioniert über Landkreisgrenzen hinweg. Das demonstrieren die Feuerwehren von Bernstein und Premenreuth schon viele Jahrzehnte. Zur Auffrischung zog am Fronleichnamstag eine Riesenabordnung der Bernsteiner Rothelme in Begleitung der Reuther Jugendblaskapelle vor das Gerätehaus der Nachbarwehr. Besser gesagt, dürfte es der gesamte Feuerwehrverein aus dem Nachbarort gewesen sein, der auf gebührende Weise um die Übernahme der Patenschaft für das 120-jährige Bestehen nachsuchte, das zusammen mit der Gerätehaus- und Spritzeneinweihung vom 31. Juli bis 2. August gefeiert wird.

"Wir brauchen nämlich ..."

Kniend verliehen Feuerwehrvorsitzender Peter Budnik und Kommandant Josef Vollath ihrem Anliegen nachhaltigen Ausdruck. "Unsere Bernsteiner Feuerwehr feiert das 120-Jährige dieses Jahr, deshalb steht hier aus dem Nachbardorf die große Schar. Wir brauchen nämlich zum Jubiläum einen Paten und dachten heut, wir gehen damit zur Feuerwehr nach Premenreuth.

Festdamen, attraktiv und schön, könnt ihr an unsrer Seite sehn, ebenso einen Bürgermeister mit Format, der bei uns das Sagen hat. Allen voran und euch zur Ehr - die Fahne unserer Feuerwehr. Drum unsere Bitt zur Patenschaft, übernehmt sie gern und seid bereit, damit unsere Freundschaft mit neuer Kraft bestehen bleibt für alle Zeit", bekräftigten die beiden Bittsteller. Mit dem Überkreuzen der Vereinsfahnen besiegelten die beiden Träger Christoph Stangl und Reinhold Neubauer die Zusage von der Premenreuther Führungstroika mit Vorsitzendem Dietmar Schieder, Stellvertreter Erhard Kraus und Kommandant Michael Gröschl.

Stimmung bei den Damen

Die kleine, von der Jugendblaskapelle mit Dirigent Peter Dotzauer würdevoll umrahmte Zeremonie, wurde von vielen neugierigen Blicken verfolgt. Großartig in Szene setzte sich die in gewaltiger Festlaune scheinende Schar hübscher Festdamen der Jubelwehr, und auch bei Festleiter Bernhard Beer war die Vorfreude auf die Festtage unübersehbar.

Sowohl der Reuther Bürgermeister Werner Prucker, als auch sein Windischeschenbacher Amtskollege Karlheinz Budnik drückten ihre Freude aus. Einige spitzzüngige Anmerkungen durften natürlich nicht fehlen, was übrigens auch das kurze Grußwort von Stadtpfarrer Hubert Bartel betraf. Nachdem die trockenen Kehlen bereits vom Löschzug der Reuther Schlossbrauerei befeuchtet worden waren und auch das von den Bernsteinern im Bollerwagen mitgebrachte Hochprozentige die Runde gemacht hatte, saßen anschließend noch alle bei Brotzeit und schmissiger Blasmusik zusammen.

"Frontal" am Samstag

Mit einem Bayerischen Abend beginnen die Feierlichkeiten in Bernstein am Freitag, 31. Juli, mit den "Stoapfälzer Spitzbuam" und einem Maßkrug-Stemmen. "Frontal", angekündigt als Deutschlands beste Partyband, verspricht am Samstag Hochstimmung in der Festhalle der Zimmerei Schedl. Die Einweihungsfeierlichkeiten mit Schlüsselübergabe beginnen am Sonntag um 8.30 Uhr, anschließend Frühschoppen mit den "Neuhauser Boum", nachmittags Festzug und Festbetrieb mit der Jugendblaskapelle Reuth.
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