Ceramtec investierte 43 Millionen in Fertigungshalle
Kurz vor dem Sprung an die Börse

Feierstunde bei Ceramtec: Bei einem Rundgang erläuterte Peter Strötgen (Zweiter von rechts), Geschäftsbereichsleiter für Medizintechnik, den Ehrengästen, unter ihnen Dr. Karl Döhler, Wilhelm Wenning und Martin Schöffel (von rechts), die oft komplizierten Arbeitsschritte. Bild: iv
Lokales
Bayern
24.09.2014
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Ceramtec setzt auf den Standort Marktredwitz und investiert kräftig. So steckte der Hersteller keramischer Hüft- und Kniegelenke knapp 43 Millionen Euro in den Bau einer neuen Fertigungshalle. Und wie bei der Einweihung zu erfahren war, hat Ceramtec noch Großes vor.

Mit dem neuen Gebäude wächst der Geschäftsbereich Medizintechnik um über 4500 Quadratmeter, was nahezu eine Verdoppelung bedeutet. "Die Erweiterung war für uns ein logischer erster Schritt, um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen", kommentierte Geschäftsführer Sigurd Adler den Ausbau des Standortes Marktredwitz. Bei der Einweihung am Mittwoch war der Maschinenpark bereits installiert, so dass in Kürze die ersten verkaufsfähigen Produkte das Werk in Marktredwitz verlassen können.

700 Mitarbeiter

Derzeit beschäftigt Ceramtec in Marktredwitz knapp 700 Mitarbeiter, darunter 49 Auszubildende. Die Standorterweiterung ziehe weitere Einstellungen nach sich, informierte der Geschäftsführer. Über zehn Millionen implantierter keramischer Komponenten von Ceramtec, die unter anderem am Standort Marktredwitz gefertigt werden, hätten Menschen mit Hüftgelenksproblemen zu neuer Lebensqualität verholfen. Weltweit erhalte alle 30 Sekunden ein Patient eine Ceramtec-Komponente implantiert. Dr. Ulf-D. Zimmermann, Vorsitzender der Ceramtec-Gruppe, verwies auf das hohe Vertrauen in Medizintechnik aus dem Hause Ceramtec. 1902 sei dafür in Marktredwitz der Grundstein gelegt worden. "Heute produzieren wir an sieben Standorten auf den verschiedensten Feldern." Wie Zimmermann durchklingen ließ, plane das Unternehmen 2016 an die Börse zu gehen. Geschäftsbereichsleiter Peter Strötgen sprach von der größten Investition, die je getätigt worden sei. Die Glückwünsche des Betriebsrates zur Investition überbrachte Betriebsratsvorsitzender Franz-Josef Köstler. Landtagsabgeordneter Martin Schöffel gratulierte auch im Namen der verhinderten Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zur Investition. Ceramtec könne stolz auf seine hoch motivierten Mitarbeiter sein. Schöffel wusste zudem: "Junge Mitarbeiter finden hier einen qualifizierten Arbeitsplatz."

Regionalförderung

"Wer viel leistet, hat Anspruch auf Unterstützung", sagte Regierungspräsident Wilhelm Wenning im Hinblick auf die gewährte Regionalförderung. "Hier werden Arbeitsplätze geschaffen. Dies wirkt der Abwanderung entgegen." Landrat Dr. Karl Döhler dankte Ceramtec für den Entschluss in Marktredwitz zu investieren. "Ein freudiger Anlass, der Mut macht", merkte Oberbürgermeister Oliver Weigel in der Feierstunde an. Er bedankte sich für die Standorttreue. Mit der Erweiterung seien rund 100 neue Arbeitsplätze in Marktredwitz geschaffen worden. Auch er wünschte Mitarbeitern und Unternehmen weiterhin innovative Ideen und viel Kraft bei allen anstehenden Herausforderungen.

Bei einem Rundgang bekamen die Gäste einen Einblick in die komplexen Fertigungsverfahren. Bereitwillig gaben Mitarbeiter und Geschäftsbereichsleiter Strötgen Auskunft über Details. Jährlich produziere Ceramtec rund 1,6 Millionen Hüftgelenke und rund 1,8 Millionen Kniegelenke.
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