Danke für kreatives Engagement

Oberbürgermeister Oliver Weigel (links) überreichte ein erstes Teil zur Finanzierung eines E-Bikes an Max Wittmann. Bild: jr
Lokales
Bayern
23.08.2015
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Nach 37 Jahren bei der Stadt Marktredwitz wurde jetzt Max Wittmann in den Ruhestand verabschiedet. Dabei hatte der Stadtentwickler doch eigentlich bereits nach einem Jahr wieder gekündigt. "Mister Gartenschau" wäre er dann aber sicher nicht geworden.

Noch einmal stand Max Wittmann im Mittelpunkt. Der Stewog-Geschäftsführer nahm am Donnerstagabend Abschied vom Berufsleben. Und 120 Gäste erwiesen dem gebürtigen Mitterteicher die Reverenz. Der Abend wurde in herausragender Weise von den "Böhmisch-Bayerischen Musikanten" umrahmt.

Max Wittmann stellte eingangs seinen beruflichen Werdegang vor. Seit 1978 war er bei der Stadt und der Stewog beschäftigt. Jetzt erfuhren die Gäste, dass er schon nach einem Jahr wieder gekündigt hatte. "Dann wurde es doch etwas länger", erzählte er, ohne näher auf die damaligen Umstände einzugehen. "Ich konnte in den Bereichen Stadtplanung, Stadtentwicklung, Stadtsanierung und Wohnungsbau tätig sein. Ich durfte Projekte mit großer Freude vorbereiten, planen und realisieren."

Dank zollte er den drei Oberbürgermeistern, denen er diente und "die sich immer mir gegenüber aufgeschlossen zeigten". Sein Dank galt seinen Mitarbeitern, für eine immer kollegiale Zusammenarbeit. Als beruflichen Höhepunkt sah Wittmann die "Grenzenlose Gartenschau" im Jahr 2006 an. "Für mich war es wichtig, dass die Projekte den Menschen dienen und ihnen nützlich sind. Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Beitrag zur positiven Entwicklung der Stadt leisten." Oberbürgermeister Oliver Weigel würdigte in seiner launigen Rede Max Wittmann in seinen vielfältigen Aufgaben. "Eigentlich dürften wir einen Mann mit so vielen guten Ideen, der mit so viel Leidenschaft für unsere Stadt gearbeitet hat, gar nicht in den Ruhestand gehen lassen", sagte Weigel und berichtete, dass Stefan Büttner als neuer Stewog-Geschäftsführer ihm geraten habe, Wittmann gleich einen Werkvertrag anzubieten, angesichts des Mammutprogramms, das auf sie wartet.

Die Nachhaltigkeit des Wirkens von Max Wittmann verdeutlichte Weigel mit der Sanierung der Chemischen Fabrik, dem Bau des Kösseine-Einkaufs-Centers und der Landesgartenschau. "Wir verneigen uns vor Ihren Leistungen und sprechen Ihnen Dank und Anerkennung aus. Danke für ihr kreatives und erstklassiges Engagement während der zurückliegenden 37 Jahre." Der Oberbürgermeister überreichte einen finanziellen Grundstock zum Kauf eines E-Bikes an den künftigen Rentner.

Den Dank der Kollegen überbrachte Personalratsvorsitzender Roland Sommer. "Wir wünschen dir alles Gute für den Ruhestand und hoffen, du behältst die Stadtverwaltung in guter Erinnerung." Blumen und ein Geldpräsent waren äußeres Zeichen der Wertschätzung. Den Dank der Mitarbeiter der Stewog überbrachte der frühere Geschäftsführer Ekkehard Klein, der für das kollegiale Miteinander dankte. "Gutes Betriebsklima fördert die gute Arbeit, Max Wittmann war immer ein liebenswerter Kollege."

Für das Bauamt dankte Stefan Büttner im Namen seiner Mannschaft. "Sie waren ein toller Chef, dessen Rat immer gesucht war." Zur Überraschung hatte Büttner den ersten Bebauungsplan dabei, den einst Max Wittmann am 18. Mai 1984 bearbeitet hatte. Dazu gab es ein Bild und die Fahne der Gartenschau Marktredwitz.

Für die Freien Wähler und den Förderverein Auenpark dankten 2. Bürgermeister Horst Geißel und Martin Gramsch. Mitgebracht hatten sie eine Originalwiese aus dem Auenpark mit den dort üblichen Bepflanzungen und Redwiziten. Das Schlusswort blieb Dagmar Voss, Geschäftsführerin der Marktredwitzer Gartenschau. Sie erinnerte sich an eine eindrucksvolle Gartenschau. "Geblieben ist die Freundschaft zu Ihnen."
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