Die Finger zur Pommesgabel

So gehts direkt vor der Bühne zu: Ausgelassen feiern die Fans von Böhsen Onkelz und Co. Die gehörnte Hand darf dabei nicht fehlen. Archivbild: Unger
Lokales
Bayern
07.07.2015
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Die Faust mit den beiden abgespreizten Fingern ist ihr Markenzeichen: Pommesgabel wird der Gruß der Metal-Fans in der Szene auch genannt. Wenn am Donnerstag in Kreuth das G.O.N.D.-Festival startet, hat die gehörnte Hand wieder Hochkonjunktur.

Deutschrock-Fans aus ganz Europa reisen nach Kreuth auf das Gelände des Pferdesportzentrums an. Ab Donnerstagvormittag huldigen die meist in Schwarz gekleideten Besucher bis Sonntagnacht ihrem Kult-Objekt: Den Böhsen Onkelz. Mit 47 beteiligten Bands (zwei mehr als im vergangenen Jahr) fällt die "Größte Onkelz Nacht Deutschlands" (G.O.N.D.) so groß aus wie noch nie. Neu hinzu kommen heuer die Gruppen Megaherz und Veritas Maximus.

Kevin Russell kommt

Megaherz gründete sich 1993 in München und gehört neben Oomph! und Rammstein zu den frühesten Vertretern der neuen Deutschrock-Welle. Veritas Maximus ist die Band des Böhse-Onkelz Sänger Kevin Russell. Im vergangenen Jahr schauten die Band lediglich zu einer Autogrammstunde in Kreuth vorbei, heuer stehen sie als Headliner am Samstagabend auf der Bühne.

Die Organisatoren Timo Hofmann und Steffen Kiederer, seit Tagen vor Ort in Kreuth, um den gut einwöchigen Aufbau zu organisieren, können den Startschuss kaum erwarten. "Wir freuen uns einfach riesig auf alles, was kommt" erzählt Hofmann. Dabei ist er besonders Stolz, "dass wir mit Kevin Russell einen der Onkelz-Originale auf die Bühne bekommen haben". Vom organisatorischen Umfeld sowie der Infrastruktur auf dem Gelände selbst hat sich im Vergleich zu 2014 nichts geändert. Ein wichtiger Punkt für Hofmann ist aber, dass der Veranstalter in Zusammenarbeit mit den Behörden sowie der Marktgemeinde Rieden das Anreisekonzept nochmals verbessert hat. Auch in Rieden ist die Vorfreude groß, selbst wenn es auch hier einen großen organisatorischen Aufwand bedeutet, wie Bürgermeister Erwin Geitner erläutert: "Für die Gemeinde Rieden ist G.O.N.D. natürlich wieder ein Highlight im Jahresprogramm. Er bedarf zwar einiges an organisatorischer Vorbereitung. Wir werden das aber in Zusammenarbeit mit den Organisatoren und Verantwortlichen der Einsatzkräfte bestens meistern."

Noch Restkarten

Für den Bürgermeister ist es das zweite Festival dieser Art. "Im vergangene Jahr war ich zweimal vor Ort, und es war immer ein Erlebnis", erzählt Geitner. "Es herrscht eine super Stimmung, die Besucher sind ein recht friedliebendes Volk und alle haben ihren Spaß." Für Kurzentschlossene besteht noch die Möglichkeit, einzuchecken. Sowohl Tagestickets (je 25 Euro), als auch Festivalkarten (60 Euro inklusive Müllpfand) sind an der Rezeption im Waldhotel erhältlich. Die Kasse ist ab Donnerstag, 6 Uhr durchgehend geöffnet.

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Bilder vom vergangenem Jahr im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/gond2014
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