"Die Wunder von Wunsiedel"

Die Macher des Buches stellten sich zum Gruppenfoto. Sitzend von links: Karl-Willi Beck, Holger Stiegler, Eva Maria Fischer und Michael Lerchenberg. Stehend von links: Wolfgang Benkhardt und die Fotografen Hannes Bessermann, Norbert Grüner, Florian Miedl, Harald Dietz und Gerhard Bayerl. Bild: hfz
Lokales
Bayern
30.10.2015
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Seit auf der Luisenburg Theater gespielt wird, werden viele der Karten an Weihnachten verschenkt. Diesmal kann man zum Fest noch ein besonderes Schmankerl beilegen. Am Donnerstag erschien das Buch zum 125. Geburtstag als Theaterstätte.

Das Lob von allen Seiten nahmen ein hervorragend gelaunter Michael Lerchenberg und der Verlagsleiter des Buch- und Kunstverlags Oberpfalz, Wolfgang Benkhardt gerne an. Bei der Präsentation des Jubiläumsbildbandes "Theaterwunder Luisenburg" am Donnerstag im großen Sitzungssaal des Rathauses stellten sie das Werk vor. Es ist bereits das dritte Buch, das sich mit dem Phänomen und der Geschichte der ältesten Freilichtbühne im deutschsprachigen Raum befasst. "Aber es ist das informativste und von den Bildern her gesehen das bisher eindrucksvollste", so Bürgermeister Karl-Willi Beck.

Ein Buch mit Tiefe

"Die Fotos sind atemberaubend", sagte er wörtlich. Augenfällig gegenüber den bereits erschienenen Büchern sei der Sprung der Technik im Laufe der Zeit. Damit meinte er nicht nur die Fotografie, sondern auch die Beleuchtungstechnik im Theater und den Druck. Es sei ein Buch, das in die Tiefe gehe, die Existenz der Bühne analysiere und auch vieles zum Schmunzeln biete.

Landrat Karl Döhler lobte das Werk als eines, auf das die ganze Region als Werbeträger setzen könne. Fördervereinsvorsitzender Manfred Hack sehnte sich die Zeiten zurück, in denen Gewinne geteilt und Verluste vom Kultusministerium übernommen worden sind. Er lobte die zusätzlichen Konzerte, die Intendant Michael Lerchenberg 2004 ins Programm genommen hat. "Dieses Konzept geht auf."

Wolfgang Benkhardt begrüßte Mitglieder der "oberpfälzischen "Schauspielnational-Mannschaft", die schon des öfteren hier mitgespielt haben, darunter Norbert Neugirg und Christian Höllerer sowie den Zitherclub Erbendorf, die den Abend musikalisch begleiteten.

Titel stand sofort fest

"Ohne diese Verstärkung hätte ich mich nicht ins Herz Oberfrankens gewagt", scherzte er. Bemerkenswert fand er es, dass schon bei der ersten Besprechung der Buchtitel feststand. Was auf der Luisenburg jedes Jahr vor sich geht bezeichnete der Sprecher als "die Wunder von Wunsiedel."

Er überbrachte die Grüße von Verleger German Vogelsang und dessen Tochter Viola Vogelsang-Reichl, die wegen eines anderen Termins leider nicht an der Präsentation teilnehmen konnten. "Im neuen Buch werden die verschiedenen Facetten der gewaltigen Naturbühne beleuchtet, die Geschichte der Festspiele aufgezeigt und hinter die Kulissen des Theaterbetriebs geblickt. Ein Buch mit einzigartigen Aufnahmen vom Festspielbetrieb zum Schmökern und Staunen, zum Erinnern und Freuen und zur Überbrückung der Zeit, bis es auf der Luisenburg endlich wieder ,Bühne frei' heißt", so der Leiter des Buch- und Kunstverlags.

Vier Autoren

Vier Autoren haben an diesem Werk, zu dem auch Ministerpräsident Horst Seehofer ein Vorwort geschrieben hat, mitgearbeitet: die Dramaturgin Dr. Beate Wilts und die Feuilletonisten Eva Maria Fischer und Holger Stiegler sowie der Intendant selbst.

Kühne Wunsiedler

Michael Lerchenberg sagte: "Ohne die Initiative des Buch- und Kunstverlags aus der Oberpfalz hätte es dieses wunderbare Buch nie gegeben." Er bewundere die Kühnheit und Theaterverrücktheit der Wunsiedler. "Hier dürfen Schauspieler noch Schauspieler sein und sind nicht gezwungen Theater ständig neu zu erfinden", freute er sich. Dank zollte er den beteiligten Fotografen, ohne die das Werk nie zu machen gewesen wäre. "Wer einmal als Fotograf für mich gearbeitet hat, weiß, wie schwierig das sein kann."
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