DJK Ammerthal verliert beim Würzburger FV durch ein frühes Eigentor - Formanstieg erkennbar
Erst Pech, dann kein Glück

Lokales
Bayern
13.04.2015
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Auch wenn auf der Habenseite wieder eine Null stand, bei der 0:1-Niederlage gegen den Würzburger FV zeigte die Formkurve des Fußball-Bayernligisten DJK Ammerthal nach oben. "Wir haben uns 90 Minuten lang bemüht, leider ohne zählbaren Erfolg. Wille und Engagement meiner Spieler waren vorhanden", sagte DJK-Trainer Robert Ziegler, dessen Elf durch ein Eigentor von Manuel Jank (4.) unterlag.

Ein Sonderlob hatte Ziegler für Winterneuzugang Dominik Mandula parat, der nach seiner langen Verletzung erstmals in der Anfangsformation stand. "So muss man in unserer Situation auftreten. Sein Einsatz war toll." Würzburgs Trainer Christian Graf bescheinigte der DJK ebenso einen "starken Auftritt". Dass für die Ziegler-Elf unterm Strich nicht mehr als das knappe 0:1 heraussprang, lag an der Tatsache, dass die Unterfranken in der 4. Minute das Glück auf ihrer Seite hatten, als nach einem aus Ammerthaler Sicht unnötigen Freistoß von Manuel Kutz DJK-Verteidiger Manuel Jank den Ball so unglücklich ans Knie bekam, dass dieser unhaltbar für Torhüter Kevin Schmidt in den Maschen landete. "Das frühe Gegentor spielte Würzburg in die Karten. Wir brauchten danach fast eine Viertelstunde, ehe wir uns davon wieder erholt hatten", sagte Ziegler.

Ansonsten bekamen die Zuschauer eine Begegnung geboten, die wenig Spielfluss hatte. Viele Fouls sorgten für etliche Unterbrechungen, wobei der WFV mit hohen und langen Bällen in den Ammerthaler Strafraum zum Erfolg kommen wollte. "Unser Ziel war, dass wir viele Standards herausholen. Und das ist uns gelungen", analysierte Graf nach dem Schlusspfiff. Anders die DJK, die sich - nachdem sie sich von dem Rückstand erholt hatte - nicht versteckte und sich einige Möglichkeiten erspielte. So in der 15. Minute, als sich die Gastgeber nach einem Rückpass ein Missverständnis leisteten und WFV-Torhüter Jan-Peter Grunz gegen Nico Becker gerade noch klären konnte. Der Schlussmann der Unterfranken musste kurz danach wegen des Verdachts auf einen Bänderrisses im Sprunggelenk zwar vom Platz, doch auch Ersatzmann Stefan Kunze war seinem Team ein ebenso sicherer Rückhalt wie Schmidt auf Ammerthaler Seite.

Während die DJK in der ersten Hälfte bis auf Manuel Hiemers knapp verzogenem Schuss (23.) keine weiteren nennenswerten Möglichkeiten hatte, strich in der Nachspielzeit ein Kopfball von Mike Dellinger noch knapp über die Latte des DJK-Gehäuses. Im zweiten Durchgang entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch: Die DJK versuchte alles, um den Ausgleich zu erzielen, der WFV ließ hingegen einige Konterchancen ungenutzt. "So mussten wir gegen nie aufgebende Ammerthaler bis zum Schluss zittern", sagte Würzburgs Trainer Graf.

Dessen Team hatte durch Andreas Zehner (52.) und Lukas Weimer (58.) zwei Hundertprozentige, die jedoch vom erneut glänzend aufgelegten Schmidt entschärft wurden. Die Oberpfälzer bejubelten dann in der 64. Minute den vermeintlichen Ausgleich, denn Bastian Leikam stand vor seinem Treffer im Abseits, ehe auf der Gegenseite Rene Schäffer vom gut leitenden Andreas Heidt nur 60 Sekunden später ebenso wegen Abseits zurückgepfiffen wurde.

Ammerthals Trainer Ziegler setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte, brachte mit Michael Jonczy und Michal Pospisil zwei frische Angreifer. Wobei Letzterer kurz nach seiner Einwechslung einen Schlenzer nur knapp am Tordreieck vorbeisetzte. Die letzte Möglichkeit für die Gäste hatte in der 90. Minute Lukas Papadopoulos in aussichtsreicher Position, doch er zögerte etwas zu lange. "Ein unterm Strich verdienter Sieg der Würzburger", sagte nach dem Ende DJK-Spielleiter Reinhold Badura. Denn gerade bei den sogenannten "zweiten Bällen" seien die Gastgeber überlegen gewesen, ebenso in der Konsequenz bei den Zweikämpfen.
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