"Ein komplett neuer Stadtteil"

Oberbürgermeister Oliver Weigel fühlte sich sichtlich wohl im neuen Bagger und machte darin eine sehr gute Figur. Er verpasste damit dem Benkergebäude den ersten "Baggerbiss". Bild: jr
Lokales
Bayern
17.08.2015
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Den ersten "Baggerbiss" verpasste Oberbürgermeister Oliver Weigel dem Benkerareal höchstpersönlich. Innenminister Joachim Hermann überreichte für die Abbruchmaßnahme einen Förderbescheid über 2,32 Millionen Euro. Gesamt kostet die Maßnahme 2,9 Millionen.

"Wir werden in den kommenden Monaten und Jahren hier an dieser Stelle Neues entwickeln und unserer Stadt neue Impulse geben", sagte Oberbürgermeister Oliver Weigel, als in Anwesenheit von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit dem Abriss des ehemaligen Benker-Geländes begonnen wurde. Damit dies auch alles finanziert werden kann, überreichte der Minister den Bescheid, der 80 Prozent Förderung verspricht.

Städtebauförderung

Oberbürgermeister Oliver Weigel betonte, "gleich zu Beginn meiner Amtszeit habe ich mich mit meinen Mitarbeitern zusammengesetzt und überlegt, wie wir das Benker-Gelände für die Zukunft nutzen wollen. Unser Ziel war es Platz für ein neues innerstädtisches Entwicklungsgebiet zu schaffen". Dank der engen Zusammenarbeit mit Max Wittmann und der Stewog wurden die Planungen schnell vorangetrieben und die Entscheidungen für den Abriss mitgetragen. Möglich wurde der Abriss nur, weil die Förderstellen zielführend und äußerst kooperativ agierten.

Der Abriss wird mit Mitteln aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm mit dem Sonderkontingent "Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen" gefördert. Abgebrochen werden nahezu alle Gebäudeteile (95 000 Kubikmeter). Stehen bleiben nur das Kontorgebäude, der Querbau, das neue Kesselhaus mit der "Überschaubar" und das Turbinenhaus. Die Arbeiten sollen Ende März beendet sein. "Wir schaffen dann 25 000 Quadratmeter Platz für etwas Neues", sagte Weigel. Im kommenden Jahr wird die Infrastruktur errichtet und ein modernes Energiekonzept umgesetzt. Ab 2017 beginnt der Bau. "Wir werden einen komplett neuen Stadtteil schaffen.

Wir haben ein 2,5 Hektar großes Gelände in bester Lage, eingebettet im herrlichen Auenpark und in Innenstadt-Nähe". Der Oberbürgermeister dankte den 17 Kommunen des Landkreises, die durch ihre Einigkeit mit dafür gesorgt haben, dass sich Behörden in Marktredwitz ansiedeln. Insgesamt entstehen rund 300 neue Arbeitsplätze.

Stolzer Akzent

Joachim Herrmann gratulierte der Stadt Marktredwitz, "sie setzen heute einen stolzen Akzent für die Zukunft." Herrmann betonte, "der Erhalt unserer Städte und Ortskerne ist ein wichtiges Thema für die Politik in Bayern. "Wir blicken heute nach vorne und in die Zukunft, an der wir, wie in Marktredwitz, gemeinsam bauen. Marktredwitz hat seine Chance erkannt und nutzt diese." Herrmann sagte, dass bislang aus Städtebaumitteln über 24 Millionen Euro in die Stadt geflossen sind.

Ein weiteres Thema war die Verkehrsinfrastruktur in der Region. Dabei betonte der Minister, dass in Sachen Bahn ein Ausbau in alle Himmelsrichtungen geplant sei. "Ich kündige ein Comeback das Marktredwitzer Bahnhofs für den Fernverkehr an." Zufrieden zeigte sich Herrmann mit der Verkehrsanbindung der A93, bezüglich der B303 müsse aber noch einiges getan werden. Der Ausbau in Richtung Eger sei bereits angemeldet worden.

Neue Arbeitsplätze

Oliver Weigel dankte für den Besuch mit einem Korb regionaler Spezialitäten. MdL Martin Schöffel zeichnete ein überaus positives Bild von Marktredwitz und nannte das Benker-Areal ein Filetstück. "Hier entsteht neues Leben. Ich gratuliere dem Stadtrat zu seinen mutigen politischen Entscheidungen". Landrat Dr. Karl Döhler freute sich, dass Marktredwitz mehr und mehr zu einem lebendigen Zentrum wird.

Durch die Ansiedlung neuer Unternehmen und Behörden gibt es neue Arbeitsplätze. "Wir bauen an der Zukunft der Stadt und da passiert schon sehr viel". Oberbürgermeister Oliver Weigel blieb es vorbehalten, mit einem ersten "Baggerbiss" den Abbruch des Benkerareals einzuläuten.
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