Energie und Geld sparen

Bauoberrat Stefan Büttner (rechts) und Pressereferentin Claudia Hiergeist (links) informierten über das "Integrierte Klimaschutzkonzept" der Stadt Marktredwitz. Bild: wro
Lokales
Bayern
09.09.2015
15
0

Die Umwelt schonen, Energie einsparen. Die Ziele sind formuliert. Jetzt geht es an die Umsetzung. Marktredwitz engagiert deshalb einen Klimaschutzmanager.

"Die Mosaikteilchen liegen bereit. Jetzt müssen sie nur noch sortiert und zu einem homogenen Gesamtbild geformt werden", bemühte Bauoberrat Stefan Büttner ein Bild, um die Aufgabenstellung zu beschreiben. Der Marktredwitzer Bauamtschef und Pressereferentin Claudia Hiergeist erläuterten bei einem Gespräch im kleinen Sitzungssaal des Historischen Rathauses das Klimaschutzkonzept, das der Stadtrat bereits verabschiedet hat.

Zur Umsetzung der Ziele schafft die Stadt Marktredwitz eine derzeit noch auf drei Jahre befristete Stelle. Die Aufgaben des Klimaschutzmanagers: Planung und Durchführung der im Maßnahmenkatalog aufgeführten Aufgaben. Stichworte sind hier nachhaltiger Flächenverbrauch, Mobilität, Sensibilisierung und Beratung aller gesellschaftlichen Gruppen zum Klimaschutz, Realisierung der Ziele des Energienutzungsplanes, Kohlendioxid-Bilanz, Nahwärmenetze.

Fördermittel

Die neue Fachkraft (Start am 1. November) ist dem Bauamt Marktredwitz zugeordnet, die Arbeit aber sachgebiets- und ämterübergreifend. Dabei erhält Marktredwitz großzügige Fördermittel für die Stelle des Klimaschutzmanagers. "Wir würden uns sehr freuen, wenn wir einen Bewerber aus der Region, vielleicht sogar mit Berufserfahrung im Bereich Klimaschutz gewinnen könnten. Voraussetzung ist ein entsprechender Hochschulabschluss mit den Schwerpunkten Energie und Gebäudetechnik", sagte Büttner. Die befristete Stelle habe Potenzial für eine Verlängerung. "Es gibt in diesem umfangreichen und interessanten Aufgabenbereich viel zu tun. Langweilig wird es der neuen Fachkraft mit Sicherheit nicht." Stefan Büttner ergänzte: "Wir - die Stadt Marktredwitz - sind gut aufgestellt. Es gilt nun die angestrebten Ziele alsbald zu perfektionieren, Geld einzusparen und vorhandene Leitungen und Systeme zu optimieren, Kollegen zu schulen und auch zu sensibilisieren."

Die Ansatzpunkte seien vielfältig: Schaffung einer Solarflächenbörse, wirtschaftliche Schaltung der Straßenbeleuchtung, Umrüstung der Lampen auf LED-Technik. Büttner weiter: "Wir haben hier in Marktredwitz viele homogene Siedlungsformen, mit Gebäuden aus geschlossenen Epochen. Diese Bereiche möchten wir zu Nahwärmenetzen zusammenfassen. Auch im Bereich der Abwärmenutzung muss die Zusammenarbeit mit unseren großen, hier ansässigen Unternehmen weiter ausgebaut werden."

Anreize schaffen

Es gelte Chancen zu sehen und auszubauen. "Alles in allem erhoffen wir uns daraus auch einen Standortvorteil. Wir begrüßen die weitblickende Entscheidung des Stadtrates." Auch sollen Anreize für Bauherren geschaffen werden energiesparend zu bauen. "Wir stellen uns vor, bei entsprechenden Nachweisen einen Nachlass auf die Grundstückspreise zu gewähren."
Weitere Beiträge zu den Themen: Marktredwitz (7172)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.