Energiewende durch Energiewände

Zum Thema Energiesparen tauschten (von links) Oberbürgermeister Oliver Weigel, Dr. Stefan Roßmayer (Leitung Entwicklung und Bauberatung bei "Heck Wall Systems"), Dr. Silke Launert, "Heck Wall Systems"-Geschäftsführer Joachim Fürbringer und Marketing-Leiter Heiko Faltenbacher Erfahrungen und Wissen aus. Bild: privat
Lokales
Bayern
23.07.2015
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Nicht nur im Winter ist Wärmedämmung ein Thema. Denn ausgeklügelte Systeme sorgen auch bei Hitze für angenehmes Klima. Bundestagsabgeordnete Silke Launert informierte sich beim Dämmspezialisten "Heck Wall Systems" über die Möglichkeiten.

CSU-Abgeordnete Silke Launert besuchte "Heck Wall Systems" zusammen mit Oberbürgermeister Oliver Weigel und interessierte sich besonders für Energie-Einsparpotenziale an Gebäudefassaden. Themen waren auch gegenwärtige Hürden und Herausforderungen bei der energetischen Sanierung.

Heck-Geschäftsführer Joachim Fürbringer stellte den Gästen zunächst kurz das Unternehmen und dessen Geschichte vor. Doch rasch rückte das Thema Wärmedämmung in den Fokus. Während einerseits die im Rahmen der Energiewende politisch vereinbarten Klimaziele ambitioniert steigen, sei bei tatsächlichen Energiesparmaßnahmen, allen voran der energetischen Fassadensanierung, seit einigen Jahren vermehrt Stillstand oder gar Rückgang zu verzeichnen, bedauerte Fürbringer. "Dabei beträgt der Gesamtanteil der Heizenergie am primären Gesamtenergiebedarf fast 75 Prozent." Joachim Fürbringer erläuterte: "Hier schlummern die größten Einsparpotenziale." Im Ein- und Zweifamilienhaussektor werde nur marginal in energetische Sanierung investiert. Hauptgrund hierfür seien Ankündigungen von Förderprogrammen und Abschreibungsmöglichkeiten, die jedoch kurz vor deren Verabschiedung regelmäßig gekippt worden seien. Fürbringer: "Dies verunsichert Hausbesitzer natürlich. Sie schieben Sanierungsarbeiten auf und warten, ob vielleicht doch irgendwann ein steuerlicher Anreiz kommt." Dr. Silke Launert berichtete, dass auch sie die Fassade ihres Hauses modernisieren möchte. Generell sei bei vielen ein Sanierungswille da. Jedoch würde mit Blick auf die Kosten-Nutzen-Situation eine energetische Sanierung weitaus kritischer betrachtet als einfaches Streichen der Fassade. Dazu Joachim Fürbringer: "Dabei betragen die Mehrkosten einer Dämmung im Vergleich zum Anstrich weitaus weniger als gemeinhin angenommen. Gerüst und Handwerker müssen sowieso bezahlt werden." Dass sich die Mehrinvestition viel schneller über die Heizkostenersparnis amortisiere, zusätzlich aber dauerhaft das Wohlfühlklima und der Immobilienwert stiegen, sei nach wie vor zu wenigen bewusst. Letztlich war man sich einig, dass eine sinnvolle Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen entscheidend dazu beitrage, die Klimaziele zu verwirklichen.
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