FC Augsburg sitzt im Keller fest

Enttäuschung bei den Augsburger Spielern Jan Moravek, Paul Verhaegh und Alexander Esswein (von links) nach der 1:2-Heimniederlage gegen Werder Bremen. Die Schwaben sind weiterhin Schlusslicht der Fußball-Bundesliga. Bild: dpa
Lokales
Bayern
10.11.2015
21
0

Claudio Pizarro hat Werder Bremen zum Sieg im Kellerduell beim FC Augsburg verholfen - so einen Stürmer hätten die unterlegenen Gastgeber gern in ihren Reihen. Weil aber die Schwaben ihre alten Probleme nicht los wurden, bleiben sie am Tabellenende stecken.

Nach dem nächsten herben Rückschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga blickt Augsburgs Trainer Markus Weinzierl neidisch zu Gegner Werder Bremen um Torjäger-Oldie Claudio Pizarro. Während der peruanische Edeljoker mit seinem Tor den 2:1 (0:0)-Erfolg der Gäste am Sonntagabend eingeleitet hatte und sich als Meister der Effizienz entpuppte, gelang dem FCA offensiv zu wenig - mal wieder!

"Pizarro ist eiskalt und effektiv, und das ist Qualität", lobte Weinzierl den Routinier der Norddeutschen. Für sein Team gestand er ein, "dass uns vorne die letzte Durchschlagskraft fehlt". Die Quittung: Ein Abstiegsplatz für mindestens weitere drei Wochen.

Neben Pizarro (58. Minute) hatte am 12. Spieltag auch noch Fin Bartels (69.) für die Werderaner getroffen. Dem FCA gelang erst in der ersten Minute der Nachspielzeit das Anschlusstor durch Kapitän Paul Verhaegh per Handelfmeter - für den Ausgleich reichte es nicht.

Schon fünf Punkte zurück

"Der Frust ist groß", sagte Verteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker. "Wir wollten unbedingt den Anschluss finden", betonte Verhaegh im Hinblick auf die Tabelle, in der der Rückstand auf die Bremer aber nicht wie gewünscht auf einen Zähler verringert worden war. Stattdessen trennen den FCA nun schon fünf Punkte von der Nicht-Abstiegszone.

Dem diesjährigen Europa-League-Teilnehmer wurde gegen das einstige Spitzenteam zum Verhängnis, dass es gegen eine disziplinierte Verteidigung keine Lösung fand. "Die Spiele kenne ich von meiner Mannschaft. Es hat ähnlich ausgesehen wie in den letzten Heimspielen, dass wir agieren und agieren und der Gegner kompakt und tief steht, und wir den Gegner dann auch zu Kontern einladen", sagte Weinzierl.

Augsburg zu harmlos

Der Unterschied war am Ende, dass die Gäste angeführt von dem in der Pause eingewechselten Pizarro zwei ihrer Chancen nutzten, während die Schwaben zu harmlos waren. Beim 4:1-Erfolg jüngst im Europapokal hatte noch Raul Bobadilla dreifach getroffen. Der musste gegen Bremen die Rolle des spielentscheidenden Südamerikaners Pizarro überlassen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13792)Augsburg (344)November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.