Firma Scherdel würdigt 38 langjährige Mitarbeiter - Diesel-Krise aktuell noch nicht spürbar
Erfolg durch Einsatz, Fleiß und Freude

38 Jubilare, die seit 50, 40 und 25 Jahren bei Scherdel tätig sind, wurden bei einem Festabend in der Fichtelgebirgshalle ausgezeichnet. Bild: wro
Lokales
Bayern
03.11.2015
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"Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind das größte Kapital der Scherdel Gruppe", lautet ein Zitat auf der Homepage des Unternehmens. 38 von ihnen standen jetzt im Mittelpunkt einer Jubilarfeier in der Wunsiedeler Fichtelgebirgshalle. Die Veranstaltung bildete neben der großen Feier am Marktredwitzer Angerplatz einen weiteren Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 125-jährigen Bestehens des weltweit tätigen Unternehmens.

Geschäftsführer Maximilian Freiherr von Waldenfels erinnerte noch einmal an die Anfänge und zeigte sich erfreut, dass sich das Haus Scherdel geschäftlich, aber auch personell kontinuierlich habe weiterentwickeln können. Die Verkäufe seien um weitere fünf Prozent gesteigert worden, die Ergebnisse seien stabil geblieben. Man habe auch investiert und die Bindung zu Kunden festigen können. Erfreulich sei zudem die Tatsache, dass in Mexiko und China weitere Produktionsstandorte ausgebaut worden seien. Diese Investitionen sicherten auch die Arbeitsplätze in der Region. "Die Kunden vertrauen Scherdel, dieses Vertrauen will man auch rechtfertigen." Der Geschäftsführer appellierte auch an das Personal, sich künftigen Herausforderungen zu stellen. "Die gute Führung von Mitarbeitern ist das zentrale Thema und eine Herausforderung für alle. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Einfluss, tragen sie zur bestmöglichen Entfaltung der Firma bei."

Folgen nicht vorhersehbar

Maximilian Freiherr von Waldenfels vergaß auch nicht, die jüngsten Schlagzeilen zu kommentieren: "Die Diesel-Krise hat uns noch nicht erreicht." Sein Ausblick blieb daher verhalten. Die Krise sei bei Scherdel noch nicht vorhersehbar und keiner wisse, ob und wie man sie zu spüren bekommen werde. Allerdings ergänzte er mit Blick auf das Jubiläumsjahr des Unternehmens: "Das soll unsere Laune nicht trüben."

An die Jubilare gewandt sagte Maximilian Freiherr von Waldenfels: "Wir feiern nicht, weil Sie es 25, 40 oder 50 Jahre in der Firma ausgehalten haben, auch wenn es manchmal sicher der Fall war. Wir feiern, dass Sie gemeinsam mit Ihren Kollegen, mit persönlichem Einsatz, Fleiß und Freude eine wirtschaftlich solide Firma aufgebaut haben, die auch in der Heimatregion Verantwortung trägt."

Anekdoten und Lob

Ausgewählten Kollegen war es anschließend vorbehalten, jedem Jubilar eine persönliche Laudatio zu widmen. Dabei ergaben die kurzweiligen und humorvollen Beiträge ein Füllhorn an Zitaten, Anekdoten und Lobeshymnen. So war von "großen Organisatoren" zu hören, die Feste ebenso wie Brotzeit-Lieferungen im Griff haben oder von künftigen "Unruheständlern", die darauf hinarbeiteten, die 50 Dienstjahre vollständig zu absolvieren. Hauseigene "Feuerwehrleute", so war auch zu hören, seien zur Stelle, wenn Not am Mann sei - etwa wenn schnell ein Federntransport nach Frankreich nötig sei. Auch soll es Ecken und Winkel bei Scherdel geben, die nicht einmal die Chefs kennen.

Die hauseigenen Jagdhornbläser erwiesen sich als zuverlässige musikalische Wegweiser der Geehrten zur Bühne. Entspannt und heiter gestaltete sich auch der inoffizielle Teil des Abends, wobei die "Mukker" für Stimmung sorgten.
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