Flott und witzig in den Fasching

Putzig, die Purzelgarde als Cheerleaders. Bilder: kro (3)
Lokales
Bayern
11.11.2014
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Oberbürgermeister Oliver Weigel zeigte sich einsichtig: "Mir dämmert, dass ich ab Dienstag die Regentschaft an den Fasching abgeben muss." Und auch die übrigen Besucher ließen sich von einer schwungvollen "Faschingsdämmerung" kurz vor dem 11.11. mitreißen.

Tänze, Sketche und Orden gab es zuhauf, 150 Mitwirkende gaben ihr Bestes. Am Samstagabend eröffnete die Faschingsgesellschaft Narhalla Rot-Weiß in der nahezu voll besetzten städtischen Turnhalle die närrische Jahreszeit. Die Zuschauer erlebten ein buntes, knapp vierstündiges Programm mit viel Bewegung und Witz. Zum Ehrensenator wurde Oberbürgermeister Oliver Weigel ernannt - weil er "so ehrlich, ehrgeizig, pflichtbewusst ist und Freude am Umgang mit den Menschen hat", lobte Narhalla-Präsident Thomas Eyrich.

Mit den Worten "ich bin da Thomas und dou bin i daham" begrüßte er als Hausmeister die vielen Faschingshungrigen. Dann monierte er gleich, dass es außer dem Oberbürgermeister und Stadtrat Markus Thoma es kein Kommunalpolitiker für nötig befand, zur "Faschingsdämmerung" zu kommen: "Weil die Wahlen sind ja vorbei."

Oliver Weigel bereitete sich schon mal darauf vor, ab Dienstag die Herrschaft an die Narren abzugeben. "Wir müssen uns unterhalten, was ihr bis Aschermittwoch so alles machen müsst", kündigte er an, eine lange Liste zusammenzustellen: "Ihr habt viel Arbeit vor euch." Matthias Fischer, Vorsitzender der Rawetzer Fastnachtsfreunde stellte schmunzelnd fest: "Immer, wenn in Rawetz die Weihnachtsbeleuchtung angeht, startet der Fasching."

Dass bei der Narhalla sehr viel Wert auf den Nachwuchs gesetzt wird, wurde im ersten Programmteil deutlich. Hier präsentierten sich die Tanzgarden der Narhalla dem staunenden Publikum mit flotten Tänzen. Den Auftakt machte die 16-köpfige Jugendgarde, ehe die Purzelgarde als Cheerleader die Bühne stürmte. Flott und schmissig geriet der Auftritt war zwölf Mädchen aus der Juniorengarde. Ebenso überzeugte die "Ü15-Garde", der Stolz der Narhalla.

Einfach nur sensationell war der Auftritt des Tanzmariechens Melissa Lichtblau, die nicht nur Überschläge und Räder zeigte, ohne dass sie die Hände zu Hilfe nahm. Sie erwarb mit ihrer fröhlichen Ausstrahlung viele Sympathiepunkte. Nicht umsonst qualifizierte sie sich für die süddeutschen Meisterschaften 2015.

Dass Tanzen sehr viel Freude macht, aber auch sehr anstrengend ist, vermittelten im weiteren Verlauf auch die Tanzmariechen Lea Flügel, Antonia Minge und Luisa Friedrich sowie das Tanzpaar Annalena Flessa/Johannes Wendler. Ohne viel Training wären derartige Darbietungen auf hohem Niveau nicht möglich.

Gewohnt spektakulär fielen auch die Show-Auftritte aus. So machten die Jugendgarde mit dem Thema "Mich laust der Affe", die Juniorengarde "Was Füße so alles (er)tragen", die "Ü15-Garde" mit "Hyänen" und das Weiberballett viel Appetit auf weitere Darbietungen in der närrischen Jahreszeit.
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