Gehirnjogging, das Spaß macht

Gemeinsames Training für die grauen Zellen - und das bei 80 Jahren Altersunterschied: Dr. Albert Kaltenthaler (89), Thomas Schaller (9), Valentin Hodel, Theodora Kupke und Felix Meier (von links) bei einem Schnupperkurs des Bridgeclubs. Bild: privat
Lokales
Bayern
13.10.2015
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Viele Vereine klagen über schwindende Mitgliederzahlen. Besonders die Jugend zeigt kaum Interesse. Ganz anders die Situation beim Bridgeclub Marktredwitz.

Der im Jahr 1999 gegründete Bridgeclub ist dank der Initiative des inzwischen verstorbenen Ehrenpräsidenten Horst Reddig in der kurzen Zeit bis 2005 auf 50 Mitglieder gewachsen. In den folgenden zehn Jahren sind zwar 16 überwiegend aus Altersgründen ausgeschieden, aber 25 neue Bridgespieler hinzugekommen. Der Bridgeclub sieht sich deshalb als Verein mit Zukunft.

Dass Bridge nicht, wie vielfach vermutet, ein Kartenspiel für gepflegte ältere Damen bei Kaffee und Kuchen ist, beweist die Mitgliederstruktur des Marktredwitzer Clubs: 34 Damen und 27 Herren sind registriert, davon 9 Ehepaare. Die meisten haben noch viele aktive Bridge-Jahre vor sich, denn nur 8 Mitglieder sind zurzeit über 80, 46 sind zwischen 60 und 80 Jahre alt und 7 sind unter 60, davon 4 Schüler. Sie alle kommen überwiegend aus dem Fichtelgebirge, aus Marktredwitz, Wunsiedel, Selb, Bad Alexandersbad, Tröstau, Kirchenlamitz und Nagel, aber auch aus Hof, Bayreuth, Mitterteich, Erbendorf, Wiesau und Waldsassen.

Der Bridgeclub betreibt seinen Geistessport in Form interner Spiel-Turniere mit jeweils 16 bis 28 Teilnehmern am Montag ab 16 Uhr im Golfhotel Fahrenbach bei Tröstau und am Mittwoch ab 18 Uhr im Hotel "Bairischer Hof" in Marktredwitz. Daneben ist das Zusammenwirken von vier Teilnehmern zum Üben besonders geeignet. Freundschaftliche Beziehungen mit gegenseitiger Einladung zu Turnieren bestehen mit den Bridgeclubs in Hof, Bayreuth, Weiden und Regensburg. Das Präsidium des Clubs achtet darauf, dass potenziellen Neumitgliedern ein geeignetes Angebot zum Anlernen und Üben gemacht wird, bevor sie in Turniere gehen. Dazu dienen Kurse an den Volkshochschulen in Marktredwitz und Selb für kleine Gruppen, aber auch Einzelunterricht während mehrerer Wochen. Junge Rentner bilden nach Erfahrung der 470 Bridgeclubs in Deutschland eine besonders ergiebige Zielgruppe; aber auch Jugendliche seien zu begeistern, wenn genügend Teilnehmer regelmäßig am Unterricht teilnehmen, informiert der Bridgeclub.
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