Gold für Favorit Ziegler

Lokales
Bayern
21.07.2015
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Spannung pur beim Stabhochspringen in Aichach: Für Simon Ziegler entpuppte sich die bayerische Juniorenmeisterschaft als echte Hürde. Mit Geschick und Taktik trug er dennoch den Sieg davon.

Es ist ein Titel-Hattrick auf Landesebene, den Leichtathlet Simon Ziegler auch in diesem Jahr einfuhr. Nach Mehrkampf-Gold in der Halle und Platz eins im Stabhochsprung der Männer vor einer Woche erkämpfte sich der Neustädter in einem spannenden Wettkampf in Aichach den Tagessieg. Mit neuer persönlicher Bestleistung errang er Gold in seiner Spezialdisziplin.

Favoritenrolle inne

Bei den bayerischen Meisterschaften der Junioren (U23) hatte der LG-Athlet in einem leistungsstarken Teilnehmerfeld der Stabhochspringer die Favoritenrolle inne. Für seinen ersten Anlauf ließ er sich lange Zeit, wählte mit 4,70 Metern seine bisher größte Einstiegshöhe. Dass seine Disziplin nicht ohne Grund zu den Risikosportarten zählt, zeigte sein erster Versuch. Das lange Warten auf seinen ersten Einsatz erwies sich als durchaus problematisch. Den Absprungpunkt traf er nicht optimal und die nachfolgenden Sprungphasen setzte er deshalb nicht erfolgreich um.

Auch im zweiten Versuch richtete sich der Stab nicht optimal auf, der Athlet rettete sich mit einer geschickten Abdrehtechnik auf den sicheren Mattenberg. Um das drohende Ausscheiden mit einem dreifachen Fehlversuch und einem "Salto Nullo" zu vermeiden, unterzog er sich der kompetenten Sprunganalyse seines Trainers Gernot Köcher (TB Weiden). Mit langen, druckvollen Schritten und kontinuierlicher Frequenzsteigerung war beim nächsten Versuch die Einstich- und Absprungphase perfekt. So gelangen ihm alle weiteren technischen Elemente des Sprunges.

Dass das Stabhochspringen auch durch Taktieren und geschickte Psychologie einen besonderen Reiz erhält, zeigte das finale Duell der beiden noch im Wettkampf verbliebenen Athleten. Während Julian Meuer (TSV Gräfelfing) die nächste Höhe von 4,80 Metern meisterte, sparte Simon Ziegler an Kraft und verzichtete auf seine Versuche über diese Höhe.

Härterer Stab

Die nächste Höhe von 4,90 Metern sollte über Titel und Platzierung entscheiden. Beide belasteten sich im ersten Durchgang mit einem Fehlversuch. Danach setzte Simon Ziegler alles auf eine Karte. Er griff erneut zu einem härteren Stab, um mit maximaler Griffhöhe seine Chancen auf Sieg und Bestleistung zu erhöhen. Mit größtmöglicher Dynamik gelang die ganze Kette der komplexen Bewegungen.

Mit übersprungenen 4,90 Metern war ihm der Titel sicher. An seinen Versuchen über die nächste Herausforderung muss der 22-jährige Neustädter noch etwas arbeiten, um schließlich in den Kreis der Fünf-Meter-Springer aufgenommen zu werden.
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