Große Trauergemeinde nimmt Abschied von Josef Hösl - Fast sechzig Jahre im TSV Reuth aktiv
Jahrzehnte lang im Dienste des Sports

Eine große Trauergemeinde nahm am Mittwoch Abschied von Josef Hösl. Fußballer und Feuerwehrler dankten ihrem allzeit hilfsbereiten und verdienstvollen Mitglied. Bild: ang
Lokales
Bayern
24.08.2015
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Als beim Trauergottesdienst in der Pfarrkirche der Chor das Vaterunser feierlich zelebrierte, waren die Gedanken aller Trauernden besonders nahe bei Josef Hösl. Der wegen seiner großen Hilfsbereitschaft in der Familie, der großen Verwandtschaft, bei den Vereinen und öffentlichen Einrichtungen gleichermaßen beliebte und geschätzte 72-Jährige war am Sonntagmorgen in seinem Wohnhaus in Josefshof überraschend verstorben.

Die große Trauergemeinde, welche ihm am Mittwoch das letzte Geleit gab, drückte diese Wertschätzung mehr als deutlich aus. Bereits Pater James hob in seinen Trauerworten die unentgeltlichen Einsätze des Verstorbenen hervor, wenn die Fähigkeiten eines Maurers im Umfeld der Kirche gefragt waren.

"Josef Hösl musste nicht lange gefragt werden, er war kein Freund der großen Worte und der Selbstdarstellung, sondern packte einfach an wo er gebraucht wurde", dies brachte am Grabe auch der Premenreuther Feuerwehrvorsitzende Dietmar Schieder zum Ausdruck. Im Bau des Feuerwehrhauses brachte er unzählige freiwillige Arbeitsstunden ein.

Noch deutlichere Spuren des Miteinanders hinterlässt Josef Hösl beim TSV Reuth, sei es bei den Baumaßnahmen am Sportheim, der Umkleiden, der Sportplätze oder wenn er bei deren Sauberhaltung seiner geliebten Gattin Traudl unterstützend zur Seite stand. Grabredner Johann Neugirg bekräftigte, dass der Verstorbene bereits mit 14 Jahren erstmals seine Fußballstiefel schnürte. In den sechziger Jahren gehörte der torgefährliche Flügelflitzer zur legendären Mannschaft, die den kleinen TSV Reuth erstmals zu größeren Ehren verhalf. Besonders stolz war er auf seine fünf Söhne, die allesamt über die TSV-Nachwuchsmannschaften zu Talenten heranreiften und unter dem Prädikat "Fünf-Hösl-Brüder" den TSV Reuth zur überregionalen Bedeutung verhalfen.

Josef Hösl selbst setzte sich nach seiner aktiven Zeit keineswegs zur Ruhe, sondern wirkte bis zu seinem Tod unentwegt im TSV-Geschehen mit. Neben der Jugendbetreuung bekleidete er fast drei Jahrzehnte lang das Amt des Platzkassiers und versäumte dabei kaum ein Heimspiel der "Ersten".

Bei der diesjährigen Hauptversammlung übergab er seinen Posten an seine Schwiegertochter, Sohn Stefan sorgt als engagierter Platzwart dafür, dass in der schmucken Sportanlage des TSV Reuth der Name "Hösl" und vor allem die Erinnerung an seinen Vater allgegenwärtig bleibt. Das Mitgefühl gilt Ehefrau Traudl, seinen drei Schwestern, den Söhnen nebst Partnerinnen und den Enkelkindern.

Enkel Sandro ist als gefürchteter Kreisliga-Torjäger beim TSV Erbendorf in guter Spur, die Fußballerdynastie "Hösl" auch in Zukunft weiter im Gespräch zu halten.
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