Hier gibt's dresche

Die Spreu vom Weizen trennten die "Scheunendrescher" (von links) Alois Schupfner aus Muckenreuth, Museumsleiter Adolf Schlegel, Klaus Trautner, Günther Gambke, Helmut Hoffmann, Werner Roth, Fritz Böhner, Robert Angerer, Peter Schirmer und (nicht im Bild) Günther Feichtinger. Bild: op
Lokales
Bayern
08.09.2015
18
0

Ernten wie in alter Zeit. An der Scherzenmühle vermittelte das Dreschfest einen Einblick in die Arbeit der Bauern von früher.

Alle zwei Jahren lädt der Fichtelgebirgsverein im Spätsommer zum Dreschfest ins Freilichtmuseum Scherzenmühle. Am Sonntag war rund um die altdeutsche Mühle viel los. Trotz kalter Witterung und Regen wollten viele Zuschauer Neues über die recht staubige Arbeit der Bauern in vergangenen Zeiten erfahren.

Während auf der Tenne die historischen Dreschflegel im Vierertakt durch die Luft flogen, arbeitete unten die Stiftendreschmaschine. Sie schlug das Korn aus den Ähren und häckselte das Stroh. In der Putzmühle wurde die Spreu vom Weizen getrennt. Alles in einem Arbeitsgang erledigte die von einem Schleppermotor angetriebene Dreschmaschine des legendären Herstellers Ködel & Böhm aus dem schwäbischen Lauingen, von der einst über 100 000 Stück hergestellt wurden.

Robert Angerer führte in der Mühle mit ihren zwei Steinmahlgängen und ihren neuen oberschlächtigen Wasserrädern vor, wie aus dem Weizen gutes Vollkornmehl entsteht. Für das leibliche Wohl sorgten die Frauen der "Rentnerband" mit Römerbraten, dem Schmalzgebäck "Kartheiserla" und einer großen Kuchen- und Tortenauswahl zum Kaffee. Am Schwenkgrill wurden Bratwürste gebraten. Für die Scheunendrescher indes gab es zum Abschluss eine Brotzeit.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weidenberg (217)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.