"In den Baum hineindenken"

Die praktische Prüfung für die "Landschafts-Obstbaumpfleger" lief auf einer Streuobstwiese in Aicha ab. Für die Neuauflage des Kurses im Jahr 2015 gibt es noch freie Plätze. Bild: hfz
Lokales
Bayern
12.12.2014
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Das Wissen um die Pflege von Obstbäumen, damit ihre Ertragsfähigkeit dauerhaft erhalten bleibt, geht zunehmend verloren. Jetzt gibt es eine Möglichkeit, ein Experte auf diesem Feld zu werden.

Blühende Streuobstwiesen sind Perlen in unserer Kulturlandschaft. Seit mehr als zehn Jahren bemühen sich die Streuobstinitiative Hersbrucker Alb und das Naturschutzzentrum Wengleinpark, diese wertvollen Lebensräume zu erhalten. Heuer starteten sie eine Ausbildung zum "Landschafts-Obstbaumpfleger" in sechs Modulen mit insgesamt 108 Lehrgangsstunden.

Der Kurs war mit 20 Teilnehmern restlos ausgebucht. Gartenbaulehrer Josef Weimer, der in ganz Deutschland unterrichtet, entwarf den Lehrplan. "Man muss sich in den Baum hineindenken, um ihn richtig zu schneiden", erklärt er, worum es geht. Standardlösungen für die Pflege gibt es aus seiner Sicht nicht. Jeden Baum so zu behandeln, wie es für seine Entwicklung das Beste ist, wollte er den Lehrgangsteilnehmern vermitteln.

Am Ende stellte eine Prüfung in Theorie und Praxis ihr Können auf die Probe. Der praktische Teil lief auf einer Streuobstwiese in Aicha ab. Die Begeisterung, die der Obstbaumlehrer bei den Teilnehmern geweckt hat, schlug sich auch in den Ergebnissen der Prüfung nieder. Alle zeigten, dass sie auch komplizierte "Eingriffe am Baum" beherrschen.

2015 wird dieser Kurs wieder angeboten. Es sind derzeit noch einige Plätze frei. Näheres ist bei Ottmar Fischer von der Streuobstinitiative, Telefon 09154/ 86 99, oder im Naturschutzzentrum unter Telefon 09151/ 7 02 00 zu erfahren.

Ausbildungsinhalte sind im Internet unter www.streuobstinitiative-hersbruck.de oder unter www.1000obstbaeume.de zu finden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hersbruck (332)12-2014 (6638)
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