Integriertes Klimaschutzkonzept und Energienutzungsplan vorgestellt
Innovativ und ausgeklügelt

Alexander Schrammek (Energieagentur Nordbayern), Oberbürgermeister Oliver Weigel und Bauoberrat Stefan Büttner (von links) stellten den Energienutzungsplan für Marktredwitz vor. Bild: jr
Lokales
Bayern
24.01.2015
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Der Stadtrat hat einstimmig ein Klimaschutzkonzept beschlossen. Daran erinnerte Oberbürgermeister Oliver Weigel, als er bei einer Infoveranstaltung im Technischen Rathaus den Energienutzungsplan für die Stadt Marktredwitz vorlegte. Erarbeitet hat das Werk die Energieagentur Nordbayern.

Oberbürgermeister Oliver Weigel informierte: "Die Energieagentur Nordbayern ist unser Partner bei der Umsetzung des Energienutzungsplans." Bauoberrat Stefan Büttner machte deutlich, dass sich die Verwaltung schon lange mit dem Thema beschäftige. "Klimaschutz spielt bei unseren Entscheidungen eine wichtige Rolle." Die Vorarbeit sei enorm gewesen. Büttner wusste, dass die komplette Energieversorgung der Stadt unter die Lupe genommen worden sei. Energieeffizienz ziehe sich wie ein roter Faden durch das Konzept. Für Büttner war eine innovative Versorgung wichtig, Wärmenetze das Stichwort.

Diplom-Ingenieur Alexander Schrammek stellte zunächst die Energieagentur Nordbayern vor, die Geschäftsstellen in Nürnberg und Kulmbach unterhält. Schrammek betonte: "Wir beraten die Kommunen. Eine Umsetzung machen wir aber nicht. Wir sind kein Planungsbüro." Ein Energienutzungsplan beinhalte eine Bestands- und Potenzialanalyse, biete eine Konzeptentwicklung und mache Detailuntersuchungen. Deutlich wurde, dass 2012 der Energieverbrauch in Marktredwitz leicht stieg. Auffällig eine deutliche Zunahme an Photovoltaik- und Biogasstrom. Ein Wärmenetz könne erst wirtschaftlich funktionieren, wenn auch genügend Abnehmer vorhanden seien, so Schrammek. Für Marktredwitz kämen derzeit drei Wärmenetze in Betracht - im Bereich Grundschule mit Turnhalle, im Bereich Klinikum und im Bereich der Firma Ceramtec. Die Versorgung könnte über Blockheizkraftwerke und Heizkessel mit erneuerbaren Energien erfolgen.

Schrammek warnte: "Brennstoffkosten sind nicht gleich Wärmekosten." Mit viel technischem Detailwissen informierte er über Preisvergleiche zwischen Holzhackschnitzeln, Holzpellets, Heizöl und Erdgas.
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