Investieren und sanieren

Investition am Standort Marktredwitz: Hagebau errichtet einen 12 228 Quadratmeter großen Baumarkt. Das macht umfangreiche Erdbewegungen notwendig. Große Redwizite erschweren derzeit die Arbeiten. Bild: jr
Lokales
Bayern
12.12.2014
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"Wir müssen unsere Unternehmen hegen und pflegen", hob der Marktredwitzer Oberbürgermeister Oliver Weigel in der Bürgerversammlung hervor. "Sie sind es, die unseren Wohlstand sichern und Arbeitsplätze für die Menschen bieten."

Laut Weigel präsentieren sich die Finanzen der Stadt besser. So dürfe Marktredwitz heuer mit rund zwölf Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen rechnen. Kalkuliert waren nur 9,8 Millionen Euro. Oberste Priorität habe die Verabschiedung eines genehmigungsfähigen Haushalts 2015.

Es war die erste Bürgerversammlung von Oliver Weigel. Er sprach von einem anspruchsvollen Amt, das ihm aber Freude bereite. Erfreulich nannte er die Tatsache, dass nahezu alle wichtigen Punkte im Stadtrat einstimmig verabschiedet wurden. "Es gibt nur wenig Reibungspunkte." Die Einwohnerzahl stieg seit Ende 2013 um 11 auf nunmehr 17 024.

Weigel ist ein Haushalt ohne Kassenkredite und Fehlbetrag wichtig. Dank florierender Unternehmen sprudle die Gewerbesteuer. Ausdrücklich setzte sich Weigel dafür ein, Marktredwitz weiter als die Einkaufsstadt in der Region zu positionieren. "Wir haben ein Einzugsgebiet von rund 100 000 Menschen." Dank der Förderzusage von 680 000 Euro soll der Breitband-Ausbau weiter vorangetrieben werden.

Kräftig investieren will die Stadt auch in den Ausbau von Straßen. Neu erschlossen wird das Baugebiet "Nördlich der Wegener Straße" (zwölf Parzellen). Weigel sprach von "Wohnen in bester Lage". Ebenfalls fest mit eingeplant sei der Neubau der Grundschulturnhalle und die Sanierung der städtischen Turnhalle bei Gesamtkosten von 3,63 Millionen Euro. Die Stadt rechnet hier mit Fördermitteln von bis zu 3,34 Millionen Euro.

Im Frühjahr sollen mehrere Gebäude auf dem Benker-Areal abgebrochen werden. Die Kosten sind mit 2,9 Millionen Euro (80 Prozent Förderung) kalkuliert. Erneut wünschte sich der Oberbürgermeister die Ansiedlung einer Behörde. Ins Auge gefasst sei eine Sanierung des Egerland-Kulturhauses. An Zuschüssen stünden bislang schon 450 000 Euro bereit. Geld stecke Marktredwitz zudem in den Wegebau.

Besonders freuen den Oberbürgermeister die großen Investitionen der Betriebe am Standort Marktredwitz. So errichtet Hagebau einen neuen Baumarkt. Bis zum Oktober 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Verkaufsfläche: 12 228 Quadratmeter.
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