Jetzt fünf Blockheizkraftwerke in den Stewog-Gebäuden - Bedarf für bis zu 80 Haushalte gedeckt
Strom aus dem Heizungskeller

Stewog-Geschäftsführer Mario Wuttke, Dominic Blechschmidt, Klaus Burkhardt, Andi Sprenger (alle ESM) sowie Oberbürgermeister Oliver Weigel (von links). Bild: hfz
Lokales
Bayern
02.03.2015
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Die Hauptakteure befanden sich im Kellergeschoss: Zwei Blockheizkraftwerke versorgen die Wohnanlage Rosenstraße 20-26 mit Wärme und Strom. Die Gebäude sind 2014 umfassend energetisch modernisiert worden. In den 36 Wohnungen leben etwa 80 Personen auf einer Gesamtwohnfläche von 2550 Quadratmetern.

Die Investitionskosten für die Modernisierung betrugen ca. 1,7 Millionen Euro. Der Endenergiebedarf für die Gebäude konnte von 170 Kilowattstunden pro Quadratmeter (Fläche aN) und Jahr auf 42 kWh gesenkt werden. Noch deutlicher drückt sich dies in den Gesamtzahlen für die Wohnanlage aus. Der Endenergiebedarf für Beheizung und Warmwasser reduziert sich von etwa 580 000 kWh auf 150 000 kWh, was einem Einsparpotenzial von etwa 75 Prozent entspricht. Großen Anteil an den Kosten und den Energieeinsparungen haben die Wärmedämmmaßnahmen der Fassaden und der Dächer, der Austausch sämtlicher Fenster, der Einbau von Wohnraumlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und der Einbau einer zentralen Beheizung mittels Blockheizkraftwerken. Die Wärme, die für die Beheizung benötigt wird, ist eigentlich ein "Nebenprodukt" der Blockheizkraftwerke (BHKW). Ein Motor erzeugt Strom und durch die Abwärme des Motors kann das Gebäude beheizt werden. In diesem Fall produzieren die beiden "Kraftwerke" im Keller der Rosenstraße etwa 66 000 kWh Strom pro Jahr. Im Zuge der Produktion entsteht Wärme in der Größenordnung von rund 160 000 kWh pro Jahr, mit der die Gebäude beheizt werden können. Für die Differenz auf den Gesamtwärmebedarf von etwa 200 000 kWh pro Jahr - die Spitzenlast - sorgt ein Gas-Brennwertkessel.

Mit der Stromproduktion von etwa 66 000 kWh wird der Gesamtstrombedarf der Gebäude Rosenstraße 20-26 - gut 70 000 kWh - annähernd abgedeckt. Durch die beiden Blockheizkraftwerke hat sich die Anzahl der BHKW-Anlagen im Stewog-Bestand auf fünf erhöht. Damit werden aktuell pro Jahr rund 350.000 kWh Wärme erzeugt. Außerdem betreibt die Stewog auf dem Dach des Neubaus in der Franzensbader Straße eine Photovoltaikanlage (PV).

Keine Stromtrassen nötig

Die Anlagen (BHKW plus PV) produzieren pro Jahr etwa 150 000 kWh Strom, womit der Strombedarf für etwa 50 bis 80 Haushalte - je nach Größe - abgedeckt wäre. "Hier werden keine Stromtrassen benötigt, der Strom wird im Keller oder auf dem Dach der Häuser produziert", heißt es in der Pressemitteilung. Mit der Firma ESM habe die Stewog einen regionalen Partner gewonnen, der den Betrieb der Anlage übernommen hat.
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