Jörg Armbruster steht Gymnasiasten Rede und Antwort
Eloquenter Syrien-Kenner

Kollegiaten des OHG-Geschichtskurses stellten sich nach Vortrag und Gesprächsrunde mit ARD-Korrespondent Jörg Armbruster (rechts) in der Buchhandlung Rupprecht zum Erinnerungsfoto. Bild: hfz
Lokales
Bayern
12.03.2015
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Geschichtsunterricht besteht nicht selten aus Quellenstudium und Mitschrift des Lehrervortrags. Doch bei zeitgeschichtlichen Themen der Oberstufe des Gymnasiums ist es manchmal auch möglich, Zeitzeugen zu treffen und ihnen Fragen zu stellen. Das nutzten Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums und diskutierten mit Jörg Armbruster.

Der ARD-Korrespondent im Nahen Osten und langjährige Moderator des Weltspiegel schildert in seinem Werk "Brennpunkt Nahost. Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens" anschaulich die Zuspitzung der Lage in Nahost. Dass es sich dabei um ein vielschichtiges Sujet handelt, welches man oft nicht in all seine Facetten durchdringt, erkannten die Kollegiaten des Geschichtskurses und nutzten umso begeisterter die Chance, Jörg Armbruster bei einer Lesung der Buchhandlung Rupprecht zuzuhören. Er erlebte den "Arabischen Frühling" in Kairo und wurde vor knapp zwei Jahren im syrischen Aleppo angeschossen und schwer verletzt. Vertreter der Buchhandlung Rupprecht und Jörg Armbruster freuten sich über den Besuch des Geschichtskurses von Studienrätin Mary Möller. Armbruster spornte die Jugendlichen an, Fragen zu stellen. Obwohl eine Lesung aus seinem Text "Brennpunkt Nahost" angekündigt war, nahm Armbruster dieses Buch nicht einmal in die Hand.

Kritische Fragen

Stattdessen hielt er vor den Schülern und rund 100 weiteren Interessierten ohne Notizen einen hintergründigen Vortrag über den Nahen Osten und ging dabei speziell auf Syrien ein. Er nutzte seine Werke als Aufhänger, um über seine Erfahrungen in der Region zu sprechen. Dabei nahm er kein Blatt vor den Mund und beantwortete auch kritische Fragen eloquent.
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