Jubiläumstreffer beim 7:4-Erfolg des ERSC Amberg in Selb - Sehr faires Spiel
Krieger macht die Hundert voll

Lokales
Bayern
22.12.2014
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Das hatte man sich beim ERSC Amberg durchaus schwieriger vorgestellt: In Selb gewannen die Löwen sicher mit 7:4 und legten mit einem 4:0 im Anfangsdrittel den Grundstein zum Erfolg. Amberg bleibt damit weiter in der Spitzengruppe der Eishockey-Landesliga.

Der ERSC suchte am Freitagabend in der Selber Netzsch-Arena von Beginn an sein Heil in der Offensive. Der frühe Führungstreffer durch Dominik Farnbauer stärkte der Mannschaft von Stefan Ponitz zusätzlich den Rücken und so hatte man Spiel und Gegner schnell im Griff. Aus einer sicheren Abwehr heraus gelang ein konzentrierter und passsicherer Spielaufbau, aus dem auch eine ganze Anzahl guter Torchancen resultierte. Die Gastgeber bekamen in dieser Phase nur selten Zugriff auf die Amberger Offensivkräfte, die zum Ende des Drittels hin auch das Visier besser eingestellt hatten. Sebastian Aukofer, Boris Flamik wie aus dem Lehrbuch, und Daniel Krieger schossen binnen dreieinhalb Minuten einen Vier-Tore-Vorsprung heraus, der bis zur ersten Pause auch völlig den Spielanteilen entsprach. Zwei Schüsse von Routinier Petr Polesny an das Torgestänge waren die nennenswerten Angriffsaktionen der Hausherren.

Dies sollte sich im Mittelabschnitt spürbar ändern. Hier kassierte der ERSC schon nach 41 Sekunden in Unterzahl den Anschlusstreffer zum 1:4 - und der ermutigte die Selber Wölfe ganz offensichtlich, auch wenn die Entstehung eher zufällig war. Die Partie war nun ausgeglichen, sogar mit leichten Feldvorteilen für die Gastgeber, die aber mit ihren Versuchen spätestens am sehr sicheren Lukas Stolz im Löwen-Tor scheiterten. Gefährlichste Aktion war ein weiterer Pfostentreffer von Polesny.

Spätestens nach dieser Szene hatte man nicht mehr das Gefühl, dass der Amberger Erfolg noch in Gefahr geraten könnte. Der ERSC verwaltete die Begegnung und erspielte sich eine stattliche Anzahl an Konterchancen, denen aber die letzte Konsequenz fehlte. Wie man es macht, zeigte dann Youngster Kirill Groz, der von Christoph Schönberger auf die Reise geschickt wurde und eiskalt zum 1:5 vollstreckte. Schönberger hatte seine Knieverletzung vom Vorwochenende überraschend schnell verkraftet und konnte etliche Impulse im Angriffsspiel der Löwen setzen.

Das Schlussdrittel begann erneut mit einem schnellen Torerfolg der Oberfranken. Kevin Tausend netzte diesmal nach 44 Sekunden ein und sorgte für etwas Aufbruchstimmung in seinem Team. Amberg zeigte sich beeindruckt, drohte nun den Faden zu verlieren und verzettelte sich in Einzelaktionen. Das 3:5 der Selber durch Fabian Bauer machte die Situation für den ERSC nicht einfacher, der aber relativ zügig über den Kampf zurück ins Spiel fand, in dem Lukas Stolz mit starken Paraden seine Mannschaft gehalten hatte.

Mit einem Doppelpack binnen 62 Sekunden sorgte Krieger für klare Verhältnisse, wobei das 3:6 - vorbereitet erneut von Schönberger - den 100. Pflichtspieltreffer Kriegers im ERSC-Trikot bedeutete. Dem 3:7 ging ein genialer Pass von Boris Flamik voraus. Amberg brachte die sehr faire Begegnung ohne besondere Probleme über Zeit, wobei das 4:7 der Gastgeber in der Schlussminute dann nur noch die Statistiker interessierte.
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