Kemnather Frauenbund besucht das Kräuterdorf Nagel - Ein echtes Erlebnis für alle Sinne
Mehr Kultur auf dem Teller

Lokales
Bayern
19.06.2015
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Sehen, riechen, fühlen und schmecken - beim Besuch des Kemnather Frauenbundes im Kräuterdorf Nagel wurden diese Sinne besonders angesprochen. Die Damen hatten sich auf den Weg gemacht, um die Vielfalt der heimischen Wildkräuter zu entdecken. Sie wurden nicht enttäuscht. Im Bereich "Schmecken" wartete im "Haus der Kräuter" eine Überraschung.

Zuvor begrüßte die Kräuterpädagogin Gabriele Greger die Gäste am Eingang des Zeit- und Erlebnisgartens: "Das Wissen um die Verwendung der Kräuter zur Herstellung von Tees, Seifen und Gewürzen hat in Nagel eine lange Tradition. Diese Tradition wurde von den Kräuterfrauen, die sich 2008 in der Umweltstation Waldsassen ausbilden ließen, wieder aufgegriffen und belebt."

Greger führte die Besucher rund um den Nagler See zum Duft- und Schmetterlingsgarten. Duft-Rose, Minze, Thymian oder Lavendel ziehen hier als Insekten-Weide Schmetterlinge und Bienen an. Die Kemnather Frauen konnten sich nicht sattsehen an den farbenfrohen Kräutern, Pflanzen und Blumen. Entsprechend löcherten sie die Kräuterexpertin mit vielen Fragen rund um das Thema "Kräuter".

Im Haus der Kräuter gab es dann eine Überraschung: Kostproben wie Kräuterquark und Kräuterbratlinge, die wie "Fleischpflanzerl" aussahen und schmeckten, aber keinerlei Fleisch enthielten, wurden herumgereicht und gegessen. Die Rezepte wurden gleich eingefordert und sind demnächst am Schriftenstand der Kemnather Kirche zu finden.

Aktuelle Ausstellung

Auch die momentane Ausstellung des Staatsministeriums Ernährung, Landwirtschaft und Forsten "Wild und Wildkräuter - aus der Kulturlandschaft auf den Teller", die noch bis Oktober zu sehen ist, stieß auf großes Interesse. Nachdem sämtliche Winkel des Kräuterhauses erkundet waren, wurde dem Zeit- und Erlebnisgarten ein Besuch abgestattet. Dort erlebten die Besucher eine Zeitreise durch die Geschichte der Kräuter, angefangen in der Steinzeit über das Mittelalter und frühe Neuzeit bis in die Gegenwart. Wie haben die Menschen die Kräuter als Heilpflanze genutzt? Was hat es mit den Klostergärten des Mittelalters auf sich? Welche Bedeutung hat Hildegard von Bingen? Auf all diese Fragen gibt es im Garten eine Antwort. Er wurde als Lehr- und Schulgarten geplant. Besonders die Bildung von Kindern steht dort im Mittelpunkt. Am Ende des Ausflugs waren sich die Mitglieder des Frauenbunds sicher: Ein weiterer Besuch in naher Zukunft steht schon auf dem Plan.
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