Klein, aber lebendig

Architekt Gerhard Plaß (rechts) überreichte einen Schlüssel in Form einer Torte an Pfarrer Josef Triebenbacher. Bilder: jr (3)
Lokales
Bayern
29.07.2015
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Sechs Jahre dauerten Planung, Ausführung und Fertigstellung: Am Sonntag erhielt das sanierte Pfarrzentrum der Marktredwitzer Pfarrei Herz Jesu den kirchlichen Segen durch Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer.

"Wir sind zwar zahlenmäßig eine kleine und immer älter werdende Gemeinde, aber wir sind eine lebendige Gemeinde", betonte Stadtpfarrer Josef Triebenbacher, als er den Oberhirten aus Regensburg willkommen hieß.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Singkreis Herz Jesu und dem Kirchenchor St. Josef unter der Leitung von Tamara Gleißner-Berns gestaltet. Unterstützung fanden sie bei den Stiftländer Bläsern Armin Scharnagl und Franz Stierstorfer. Am Altar standen neben Dr. Rudolf Voderholzer und Josef Triebenbacher die früheren Stadtpfarrer Norbert Demleitner und Hermann Schötz sowie Studiendirektor Jürgen Herr.

Bischof Dr. Voderholzer gratulierte der Pfarrei zur gelungenen Renovierung des Pfarrzentrums. In seiner Predigt ging der Bischof auf das Evangelium der Brotvermehrung ein und erinnerte an jene Menschen, denen es nicht so gut geht oder die sogar hungern müssen. Dem neuen Pfarrzentrum wünschte der Bischof viele Besucher. "Es soll ein Ort des Gesprächs und der Begegnung werden." Ein abschließendes "Vergelt's Gott" richtete er an all jene, die in der Pfarrei Herz Jesu Verantwortung tragen. "Lassen Sie uns weiter arbeiten an einer lebendigen und missionarischen Kirche und dass von diesem Pfarrzentrum viel Freude ausgeht", sagte der Bischof. Den Höhepunkt des Gottesdienstes bildeten das gemeinsame "Vater unser" mit den Erstkommunikanten, die sich rund um den Altar versammelt hatten, sowie das Lied "Großer Gott...".

Über 900 000 Euro

Nach dem Gottesdienst folgte ein Festakt im Innenhof des sanierten Pfarrzentrums. Kirchenpfleger Günther Krecichwost erinnerte an die lange Zeit der Planung und der Durchführung der Maßnahme. Über 900 000 Euro seien investiert worden. Krecichwost dankte dem Bischof für dessen Teilnahme. "Das zeigt, "dass wir an der Grenze der Diözese nicht vergessen sind. Der Besuch ist für uns Katholiken eine Ermutigung." Der Kirchenpfleger berichtete, dass 73 000 Euro an Spenden für die Sanierung eingegangen seien. Hinzu gekommen seien 15 300 Euro durch die Kirchenkollekte und 6100 Euro vom Förderverein. Der Sprecher verhehlte nicht, dass die Finanzierung des Projekts die Kirche an ihre Grenzen gebracht habe. Anschließend erbat Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer den kirchlichen Segen für das sanierte Pfarrzentrum.

Architekt Gerhard Plaß sprach von "dienenden Räumen", die saniert worden seien. "Wir haben den Bestand im Pfarrzentrum neu organisiert. So wurde die komplette Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht." Zum feierlichen Abschluss des Projekts gratulierte Plaß mit einer Torte in Schlüsselform, die beim anschließenden Pfarrfest verzehrt wurde.

Oberbürgermeister Oliver Weigel zeigte sich erfreut "über so viele glückliche Gesichter", die er zu sehen bekommen habe. Ausdrücklich dankte er Pfarrer Josef Triebenbacher, der sich immer wieder mit Nachdruck für eine Fortsetzung der Arbeiten eingesetzt habe. "Pfarrer Triebenbacher war der Motor dieser Sanierung." Weigel versprach den Katholiken, dass sie auf einen Zuschuss der Stadt hoffen dürfen. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt überreichte der Oberbürgermeister an Bischof Dr. Voderholzer eine historische Karte, die an die Lage um 1550 erinnert, als Marktredwitz noch zu Eger gehörte. "Das freut mich ganz besonders, meine Mutter stammte aus dem Egerland", erklärte dazu der Bischof.

Zuversicht und Hoffnung

"Es gibt Tage, die strahlen Zuversicht und Hoffnung aus. Heute ist so ein Tag", sagte Landrat Dr. Karl Döhler, der sich zuversichtlich zeigte, dass das Pfarrzentrum neues Leben in die Gemeinde bringen werde. Glückwünsche gab es auch von MdL Martin Schöffel.
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