Konzentriert, aber auch witzig

Sogar mit Slapstick beeindruckte das Orchester unter Leitung von Studienreferendarin Julia Döpfert. Bild: lpp
Lokales
Bayern
01.08.2015
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"Wo das Reden aufhört, fängt das Singen an." Gertraud Nickl, Leiterin des Otto-Hahn-Gymnasiums, ergänzte beim Sommerkonzert in der voll besetzten Aula: "Die Musik setzt schöpferische Kräfte frei und macht Spaß."

In immer neuen Zusammensetzungen bevölkerten mehrere Hundert Schüler die Bühne und nahmen die Zuhörer beim Sommerkonzert mit auf eine musikalische Reise, zum einen durch die Jahrhunderte der Musik, zum anderen durch die schulische Laufbahn. Werner Stehbach formt im Unterstufenchor die Schüler der fünften bis siebten Klassen musikalisch. Bravourös meisterten die Sänger eine Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart und brachten sich rhythmisch in "Heaven is a wonderful place" ein.

Lustig und unterhaltsam ging es auch bei den Chorklassen der fünften und sechsten Klasse zu. Mit Bewegung und Kostümierungen hatten die Akteure das Publikum schnell in ihren Bann gezogen, als sie bei "Die Lena", einem volksmusikalischen Titel, neben der hochdeutschen Sprache auch ins Chinesische wechselten und dann zum Dialekt übergingen. Die bunten Dirndl der Mädchen und die stilisierte Blaskapelle mit den obligatorischen Bierkrügen sorgten für Farbtupfer und gute Laune. Witzig und mit viel Slapstick, jedoch musikalisch sehr versiert, kam das Orchester mit der "Sinfonie Nr. 94 oder so ähnlich" daher. Studienreferendarin Julia Döpfert brauchte oft mehrere Versuche, um die Musiker bei der Stange zu halten. Die bauten die wunderbaren sinfonischen Passagen aneinander und ließen sich auch vom Seidel Bier, das der Dirigentin gebracht wurde, nicht vom Spielen abhalten. Das Arrangement stammte von Werner Stehbach, Julia Döpfert führte es mit dem Orchester gespielt "chaotisch" aus.

Fast ein Theaterstück

Schauspielerische Einlagen bei "Mahnamahna" gab es auch vom Unterstufenchor und den Solisten der Klasse 7a. Schon einem kleinen Theaterstück glich "Auf einem Baum ein Kuckuck saß", bei dem Werner Stehbach Regie führte. Die musikalische Entwicklung der Schüler wurde beim "Bolero" von Maurice Ravel spürbar. Im Klassenverband brachte die erste musische Klasse, die 10A, dieses Werk zu Gehör, bevor sie "Lieder aus sechs Jahren Musikunterricht" in Eigenregie zum Besten gab. Farbe ins Einheitsschwarz der Akteure brachte das Instrumentalensemble jazzig im Stil der 1920er Jahre.

Bevor sich die Schüler zur stimmgewaltigen Big Band mit einem Filmmusik-Medley auf der Bühne neu arrangierten, lud der Lehrerchor unter der Leitung von Veronika Ertl zu "I sing, you sing" ein. Die Schlussrunde und zugleich das Kontrastprogramm läutete das Vocalensemble "Q11/12 & Friends" unter der Leitung von Werner Stehbach ein. Wiederum stellten die Schüler dabei ihre Flexibilität, musikalische Ausdrucksweise, aber auch ihre Disziplin, Wandelfähigkeit und Ausdauer unter Beweis. Den Luxus von gedruckten Noten leisteten sich während des ganzen Abends nur die Instrumentalisten. Dutzende von Liedern stimmten alle Sänger auswendig und ohne Notenblatt an. So auch das Vocalensemble unter anderem mit "Wach auf", meines Herzens Schöne" und "A Clare Benediction".

Der Kammerchor unter der Stabführung von Andreas Krauß schloss sich an, präsentierte "The power of love". Bei "Sorry seems to be the hardest word" übernahmen zahlreiche junge Herren den Hauptpart. Zum großen Finale mit "The best day of my life" trafen sich alle Akteure auf der Bühne, um sich von ihrem treuen Publikum nach drei Stunden zu verabschieden.

Spende überreicht

Mit einer Spende dankte Elternbeiratsvorsitzende Friederike Ernstberger den Schülern beim Sommerkonzert des Otto-Hahn-Gymnasiums herzlich für die geleistete Arbeit und wünschte Lehrern und Schülern geruhsame Ferien.
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