Krippe als Predigt fürs Auge

Bei einem Pressegespräch im Pfarrhof stellten (von links) Pfarrer Christoph Schmidt, OB Oliver Weigel, Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Künstler Martin Burchard das Projekt "große Krippe" vor. Bild: jr
Lokales
Bayern
28.11.2014
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Sie ist 80 Meter lang und besteht aus 2014 Kanthölzern. Ein Balken für jedes Jahr seit der Geburt Christi. Die "große Krippe" im Stadtpark soll aber mehr sein als ein Blickfang. "Spannende Tage stehen uns bevor", freut sich Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner.

"Wir lassen uns alle in den Bann ziehen von dieser Idee. Die Weihnachtsbotschaft soll sichtbar und erlebbar sein. Mit Musik und Predigten machen wir sie auch hörbar." Dr. Dorothea Greiner hoffte beim Pressegespräch, "dass sich die Menschen von der Krippe berühren lassen und selber von der Weihnachtsbotschaft berührt werden".

Morgen findet um 17 Uhr ein Eröffnungsgottesdienst in der Kirche St. Bartholomäus statt. Es folgt eine Lichterprozession zum Stadtpark, wo in einer feierlichen Zeremonie die "große Krippe" eröffnet wird. Der Posaunenchor und der Kindergarten "Arche Noah" sind mit dabei. Regierungspräsident Wilhelm Wenning hat seine Teilnahme zugesagt.

"Die Botschaft gilt uns. Uns allen ist der Heiland geboren", betonte Dr. Dorothea Greiner. Ziel der Krippen-Aktion ist, dass die Freude über die Geburt Jesu in die Herzen der Menschen von heute kommt. Dank zollte die Regionalbischöfin der Vorbereitungsgruppe. "Das Weihnachtsgeschehen soll durch das Berühren der Krippe wahrnehmbar werden. Beim Hineinbeugen in die Krippe sieht jeder sein eigenes Gesicht." Infos an der Krippe sollen ein hilfreicher Wegbegleiter sein für Menschen, die an der Krippe entlang gehen. Künstler Martin Burchard, der die Krippe entwarf, betonte: "Ich bin seit meinem 36. Lebensjahr Christ." Der Tübinger wusste aus eigener Erfahrung, dass gerade zur Weihnachtszeit Menschen, die sonst nichts mit der Kirche zu tun haben, zu Gottesdiensten kommen. Der Glaube solle erfahrbar werden. "Die Leute sollen sehen, wie groß Weihnachten sein kann."

Ruhe für die Seele

Noch einen Tipp hatte Burchard für die Besucher. "Wer genau in die 80 Meter lange Krippe hineinschaut, erkennt an der Spiegelung den Himmel und sich selbst." Der Künstler sieht sein Projekt als "Predigt fürs Auge". Die Krippe ist schlicht und einfach aufgebaut. Sie soll Ruhe für die Seele geben und Begegnungen ermöglichen.

Krippenhauptstadt

Oberbürgermeister Oliver Weigel merkte an: "Marktredwitz wandelt sich zur Krippenhauptstadt." Dazu trügen der traditionelle Krippenweg bei, zahlreiche Ausstellungen in der Stadt sowie die "große Krippe". Dankbar zeigte sich Weigel, dass die Evangelische Kirche dieses Projekt nach Marktredwitz vergeben hat. Er hoffte auf viele Besucher. "Ich habe das Wachsen der Krippe täglich miterleben dürfen."
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