Latein-Unterricht am Otto-Hahn-Gymnasium mit Unterstützung von I-Pads
"Alte Sprachen" vor modernen Zeiten

Am Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz kommen im Latein-Unterricht I-Pads zum Einsatz. Bild: hfz
Lokales
Bayern
07.03.2015
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"Ich finde es gut, dass wir im Latein-Unterricht mit Tabletts arbeiten dürfen. Es ist eine Abwechslung zum normalen Unterricht und die Aufgaben machen einfach mehr Spaß!", schwärmt Tamia Choroba aus der 8. Jahrgangsstufe. Das Latein Spaß macht, hört der Lateinlehrer und Fachbetreuer Latein Oberstudienrat Markus Dumler sonst nicht jeden Tag. Aber seit kurzem häuft sich das Lob - was wohl daran liegt, dass am Otto-Hahn-Gymnasium im vergangenen Herbst 15 I-Pad Air angeschafft worden sind. Im Vorfeld hat sich der Fachbetreuer auf einer Fortbildung bei Apple und einem Vertriebspartner von Apple in München über die Einsatzmöglichkeiten von I-Pads im Unterricht informiert. Unter anderem sind dort von Lehrkräften verschiedene Optionen präsentiert worden und viele Verwendungsmöglichkeiten finden bereits im Unterricht von Dumler Anwendung: Teils in Einzelarbeit, Partner- und Gruppenarbeit wird schnell und effizient über WLAN im Klassenzimmer recherchiert, beispielsweise zur Rezeptionsgeschichte der Metamorphosen von Ovid. Anschließend kann sofort per Beamer eine kleine Präsentation mit Texten, Bildern, Skizzen, aber auch Tondokumenten und Musik eingespielt werden. Die digitale Erstellung von Mindmaps zu bestimmten Themen ist schnell möglich und zur Freude der Schreibfaulen kann alles ausgedruckt werden. Doch hier gibt Oberstudienrat Dumler zu bedenken: "Der konventionelle Unterricht hat weiterhin seine Bedeutung und ist wichtig. Die Tabletts werden funktional eingesetzt, denn Technik um der Technik willen ist nicht empfehlenswert."

Die Lernenden verwenden dennoch am liebsten digitale Online-Lexika und üben die Bestimmung des Versmaßes auf passender Software mittels Touchscreen. Die Aufnahme eines Schülervortrags zur Selbstkontrolle ist ebenso möglich wie die Gestaltung von fiktiven Diskussionsrunden oder digitalen Standbildern oder Lernplakaten zur Vorbereitung auf die Schulaufgabe.

Übersetzungsarbeit

Am wichtigsten ist natürlich nach wie vor die Übersetzungsarbeit: Hierfür entstehen saubere, übersichtliche und gut strukturierte Satzanalysen für die anschließende Präsentation per Beamer zur Verfügung. Auch ein Multiple-Choice-Quiz und Kreuzworträtsel über Grammatik, Realien und Vokabeln sind so eine schnelle Auflockerung in der Doppelstunde.

"So werden sogar die Schwächeren motiviert!", stellt Linda Hofmann fest und dass allein ist schon Anreiz genug für einen solchen Einsatz. "Man sieht, technische Neuerungen machen nicht Halt vor Alten Sprachen und das OHG hat das Potenzial erkannt und nutzt es", heißt es in der Pressemitteilung abschließend.
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