Lichterglanz im Stadtkern

Mehr als 190 verschiedene Lichtpunkte haben Coburger Studenten in der Marktredwitzer Innenstadt und an der "Großen Krippe" installiert. Bild: jr
Lokales
Bayern
15.12.2014
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In einem ganz besonderen Licht erstrahlte am Samstag die Marktredwitzer Innenstadt. Mit der Eröffnung der "Großen Krippe" stellte die Stadt auch das Illuminationsprojekt von zehn Coburger Studenten vor. 190 Lichtpunkte werden täglich bis zum 28. Dezember leuchten.

"Die Krippe leuchtet", rief Oberbürgermeister Oliver Weigel voller Freude und sprach von einer einmaligen Installation. Sein Dank galt Projektleiter Michael Müller, dessen Assistentin Friederike Altdörfer und den Studenten der Fakultät "Design" der Hochschule Coburg. Verteilt haben sie die Lichtpunkte quer durch die Innenstadt und an der "Großen Krippe".

"So etwas Tolles kann nur entstehen, wenn sehr viele Menschen engagiert an einem Strang ziehen", sagte Weigel. "Licht schafft Emotionen, erzeugt Wärme und Vertrauen. Licht verleiht Orten eine angenehme Atmosphäre, Stimmung und einen einzigartigen Charakter. Wir haben hier eine wirklich einzigartige Atmosphäre, eine wundervolle vorweihnachtliche Stimmung."

Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner würdigte die frühere Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder, von der die Idee zur Beleuchtung der Krippe stamme. "Licht und Weihnachten gehören zusammen", sagte Dr. Greiner. Nicht umsonst werde die Geburt Christi in den dunkelsten Tagen des Jahres gefeiert. "Wärme macht froh", sagte sie weiter. Auch deshalb passe die Lichtinstallation zur Großen Krippe. "Jesus Christus steht dafür, dass er Liebe und Wärme verbreitet. Dies tat er in seinem irdischen Leben und das geschieht auch heute noch."

Gegen Kommerzialisierung

Die Regionalbischöfin kritisierte, dass Weihnachtsbäume jetzt schon stünden - eigentlich sollten sie erst an Heiligabend erstrahlen. "Vor Weihnachten haben wir Adventskränze, an ihnen entzünden wir jeden Sonntag zusätzlich eine Kerze." Weiter verurteilte die Regionalbischöfin, dass Weihnachten immer mehr kommerzialisiert werde. So sei erst durch einen Cola-Hersteller aus dem Nikolaus der Weihnachtsmann geworden. "Der Nikolaus war ein Bischof mit einem großen Herz für Kinder, Rechtlose und Arme."

Regierungspräsident Wilhelm Wenning freute sich über das gelungene Lichtprojekt und dankte der Coburger Hochschule, die so etwas bereits zum fünften Mal durchgeführt habe. Wenning zeigte sich überzeugt, dass die "Große Krippe" den Menschen die christliche Weihnachtsbotschaft näher bringen werde. Rainer Kober vom Coburger Designforum stellte das Illuminationsprojekt kurz vor und sprach von einem wunderbaren Kunstwerk.

Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner erteilte den anwesenden Menschen und dem Lichtprojekt ihren Segen. Musikalisch wurde der Festakt vom Posaunenchor Bad Alexandersbad umrahmt.
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