Marktredwitz entdecken

Die Vorstellung des Bildbands "Impressionen aus Marktredwitz" umrahmte Kulturförderpreisträger Wolfgang Geiger (Bild), Sohn der beiden Autoren Ursula und Johannes Geiger, musikalisch. Mit bekannten Titeln und Improvisationen ging er auf Bilder aus dem Buch ein und nahm die Besucher unter anderem mit, ein Egerländer Tanzpaar zu begleiten. Bild: lpp
Lokales
Bayern
28.10.2015
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Da möchte man doch gerne Gast sein in Marktredwitz: Zum einen, um die im neuen Bildband präsentierten verborgenen und verkannten Schätze zu finden. Und zum anderen, weil das neue Buch über die Stadt Marktredwitz offizielles Gastgeschenk ist. Ein prächtiges Präsent.

Die Autoren Ursula Geiger, Johannes Kottjé und Johannes Geiger stellten den Bildband über die Große Kreisstadt Marktredwitz am Montagabend im traditionsreichen Gasthof "Zum Goldenen Löwen" vor. Das Buch kommt gerade rechtzeitig auf den Markt. Denn vor 200 Jahren endete die Zeit der Stadt Marktredwitz als böhmische Enklave. Das Jubiläum feiert die Stadt 2016 mit rund 200 Veranstaltungen, kündigte Oberbürgermeister Oliver Weigel an.

"Da steckt viel Herzblut und Liebe drin", würdigte Weigel das Engagement der Autoren. "Mit Feuer und Leidenschaft haben sie gearbeitet." Die Stadt Marktredwitz habe den Werdegang des Bildbandes begleitet und unterstützt. Ein Blick über die Grenze nach Eger ergänze den Bildband. "Es gibt darin viel zu entdecken", so Weigel, "Werke von großer Bedeutung und kleine unscheinbare Begebenheiten". Der Oberbürgermeister bezeichnete das Buch als Auftakt fürs Jubiläumsjahr 2016: "200 Jahre Marktredwitz in Bayern".

Johannes Kottjé, ein in Marktredwitz lebender Architekt und Architekturbuchautor, hatte die Idee, Stadtansichten unterschiedlichster Art zu einem Bildband zusammenzustellen. Bei der Buchpräsentation berichtete er von seinen Erlebnissen, als er zu ungewöhnlichen Zeiten rund um Marktredwitz fotografiert habe. "Was gibt es denn hier zu fotografieren", hätten sich Einheimische gewundert. Er sei vor rund neun Jahren "freiwillig" nach Marktredwitz gezogen und habe festgestellt, dass es hier sehr viel zu entdecken gebe. Mit einer Reihe von Bildern, beispielsweise von der Heilig-Geist-Kirche in Oberredwitz, vom Dachboden im ehemaligen Malzhaus, vom Parkhaus bei Nacht oder einer Aufnahme von der restaurierten Geyer-Villa, machte er neugierig aufs Buch.

Verkanntes, wie Bilder vom Park-Center, gelte es, mit einem geschärften Blick wahrzunehmen. "Detail- und Nachtaufnahmen verstärken den Wunsch, den Blick auf Details zu lenken, die sonst wenig Beachtung finden." Um das Layout des Buches kümmerte sich vorwiegend Johannes Geiger. "Wir haben nicht einfach ein Fotoprogramm am PC geöffnet", erläuterte der Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Wunsiedel. Die Gliederung, klar und einfach, die Auswahl der Kapitelfarben und ihre Einteilung - all das wollte wohlbedacht sein. Mit aufwendigen Techniken versuchten die beiden Fotografen das Beste aus den Bildern herauszuholen und zudem den Charakteren der Autoren gerecht zu werden. "Der Mensch war uns wichtig und steht im Mittelpunkt des Bildbandes", so Geiger. "Entdecken Sie, wie die Menschen in Marktredwitz leben, arbeiten, genießen."

Kultur und Geschichte

"Unsere Stadt atmet Historie", erkannte Ursula Geiger, die Leiterin der Pressestelle des Klinikums Fichtelgebirge. Bei ihren Recherchen zu den begleitenden Texten des neuen Bildbandes stieß sie auf so manche Kriminalgeschichte. Das passte gut, hatte sie sich doch schon einmal mit dem Gedanken getragen, einen Krimi zu schreiben. "Da böte Marktredwitz eine gute Vorlage dazu", schmunzelte Geiger. Mord und Totschlag, "Machenschaften" um den Bau des Bahnhofs.... Ursula Geiger wusste zudem: "Marktredwitzer sind weltoffen. Es gibt hier viel Kultur und viele positive Seiten, die die Stadt ausmachen."
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