Mehr Attraktivität mit neuen Behörden

Gut besucht war die Bürgerversammlung im großen Saal des historischen Rathauses. Bild: jr
Lokales
Bayern
05.12.2015
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Oliver Weigel ist beim Blick auf seine Stadt in bester Stimmung. Mehr Einwohner und deutlich mehr Attraktivität bescheinigt der Oberbürgermeister der Ortschaft. Die Justizvollzugsanstalt mit 200 Arbeitsplätzen passt für ihn da durchaus ins Bild.

Um 202 Personen sei die Einwohnerzahl gewachsen, teilte Weigel bei der Bürgerversammlung mit. Zum 31. Oktober kletterte die Zahl auf 17 106 Personen. Topthema im knapp halbstündigen Bericht des Oberbürgermeisters freilich war die Behördenansiedlung in der Stadt. "Wir erhalten drei Behörden mit der Justizvollzugsanstalt, dort entstehen bis zu 200 Arbeitsplätze. Dann kommt der IT-Bereich des Bayerischen Staatsministeriums mit 25 Arbeitsplätzen und 60 weitere Arbeitsplätze im Landesamt für Landwirtschaft". Für die Justizvollzugsanstalt rechnet Weigel mit einer Investitionssumme bis 80 Millionen Euro. Benötigt wird dazu ein Grundstück von etwa sechs Hektar. Die Standortentscheidung, so Weigel, soll im kommenden Jahr fallen. Frühestens 2019 soll Baubeginn sein, ab 2022 kann die Justizvollzugsanstalt benützt werden.

Dank an Helfer

Zum Benker-Areal vermerkte Weigel, dass die Abbrucharbeiten bis März 2016 sollen beendet sein sollen. Entstehen werden rund 25 000 Quadratmeter bestes Bauland. Als eine Herausforderung für die Stadt nannte Weigel die Unterbringung der Flüchtlinge. "Wir haben in einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion den Milchhof ausgebaut. Dort können jetzt bis zu 110 Personen untergebracht werden. Ausdrücklich dankte den ehrenamtlichen Kräften, bei der Betreuung der Flüchtlinge.

"Wir haben heuer kräftig gebaut und investiert", sagte Weigel und verwies unter anderem auf die neue Tourist-Info. Eine energetische Aufwertung erhält das Egerland-Kulturhaus, dessen Fassade derzeit saniert wird. Insgesamt werden ins Egerland-Kulturhaus rund 1,3 Millionen Euro investiert. Erfreulich war laut Weigel die Bilanz des Naturfreibades. "Das Bad wurde heuer von 42 500 Menschen besucht, solche Zahlen hatten wir noch nie"! Da wirkte sich der freie Eintritt ins Bad aus. Abschließend lud der Oberbürgermeister zu den "1. Green-Days" ein, die am 17./18. September 2016 im Auenpark stattfinden.

Bauamtsleiter Stefan Büttner beschrieb die neue Grundschulturnhalle als "wunderbares Gebäude, sowohl was Ästhetik und Architektur anbelangt". Im Zuge der Sanierung werde die Städtische Turnhalle zur Stadthalle erhoben. Weiter wurden zahlreiche Baugebiete ausgewiesen, in Marktredwitz, Lorenzreuth und Brand. In der Rößlermühlstraße sollen demnächst zwei Mehrfamilienwohnhäuser entstehen.

Keine leeren Wohnungen

Im kommenden Jahr sollen die Ortsdurchfahrt von Wölsau und die einfache Dorferneuerung in Lorenzreuth durchgeführt werden. Beide Male gibt es eine hohe Förderung. Weiteres Thema war der Tiefbau. Hier hätte die Stadt heuer rund 3,5 Millionen Euro investiert. Erfreulich sei zudem, dass die Stewog, die rund 900 Wohnungen unterhält, kaum Leerstände zu beklagen hat. Einige dieser Gebäude wurden und werden energetisch saniert. Die Stewog hat diesbezüglich rund sechs Millionen Euro investiert. Zum Schluss stellte Kämmerer Markus Brand die finanzielle Situation der Stadt dar. Durch konsequenten Schuldenabbau wurde das große Ziel erreicht, wieder einen genehmigungsfähigen Haushalt zu bekommen. Brand zeigte sich zuversichtlich, dass dies auch für den Haushalt 2016 gilt, der am Donnerstag verabschiedet wird. Erfreulich sei die Entwicklung im Kaufverhalten der Kunden. Den Umsatz der 260 Einzelhandelsgeschäfte bezifferte Brand auf 200 Millionen Euro. Nachdem nun der Hagebaumarkt gebaut hat, wollen im neuen Jahr auch Aldi und Netto neu bauen.
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