Mitfühlen, Zuwendung geben

Auf der Treppe im Klinikum Fichtelgebirge stellten sich die geehrten "Grünen Damen und Herren", Mitarbeiterinnen des Hauses sowie (vorne von links) Yvonne Leidenfrost, Karlheinz Dachs und Waltraud Kriesche zum Erinnerungsfoto. Bild: privat
Lokales
Bayern
07.01.2015
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Die "Grünen Damen und Herren" der Evangelischen Krankenhaushilfe kümmern sich seit über 40 Jahren um demenzkranke, einsame und hilfsbedürftige Patienten. Sie nehmen sich Zeit für ein Gespräch, einen Spaziergang, zum Vorlesen oder begleiten zu Untersuchungen. Dafür sagte das Klinikum nun Dank.

Vor fünf Jahren startete die erste Gruppe dieser ehrenamtlichen Helfer im Klinikum Fichtelgebirge. Drei bis vier Stunden pro Woche wenden die "Grünen Damen und Herren", die vorher dafür geschult wurden, für ihren Einsatz auf. "Sie praktizieren einfühlsame Zuwendung, Empathie und Mitmenschlichkeit", würdigte Karlheinz Dachs, Pflegedienstleiter im Klinikum Fichtelgebirge Haus Selb, der das Projekt koordiniert. Außer den für ihren fünfjährigen Einsatz geehrten Elisabeth Greger, Evelyn Puchta und Rita Vater konnte Dachs auch die ehemalige Landesbeauftragte der "Grünen Damen und Herren" Waltraud Kriesche und ihre Nachfolgerin Yvonne Leidenfrost begrüßen, ebenso die weiteren Mitglieder der Gruppe sowie die Pflegedienstleiterin für Marktredwitz Christine Waterloo und Stationsleiterin Christa Schieder, die für die Organisation dieses speziellen Besuchsdienstes im Haus Marktredwitz zuständig ist.

Begonnen habe man 2009 mit einem "zusätzlichen Betreuungsangebot für demente Patienten", sei jedoch mittlerweile offen für alle Patienten, die Hilfe benötigen. Zurzeit, erläuterte Dachs, gebe es sieben aktive "Grüne Damen" und einen Herrn für die beiden Häuser des Klinikums Fichtelgebirge. Natürlich würde man sich über weitere Interessierte sehr freuen. Beim Dienst an hilfs- und pflegebedürftigen Menschen bekomme man "eine Menge zurück", sind sich die Ehrenamtlichen einig. Keine Frage jedoch, dass sie zu acht nicht beide Standorte des Klinikums Fichtelgebirge so versorgen können, wie alle das gerne möchten.

Grundsätzliches steuerten Waltraud Kriesche und Yvonne Leidenfrost bei, die einen Überblick über die Leistungen der Evangelischen Krankenhaushilfe gaben: Sie ist allein in Bayern an 39 Einrichtungen vertreten und hat 11 000 Mitarbeitende. Ehrenamtliche Arbeit, waren sich alle einig, müsse immer zusätzlich sein und dürfe nicht dazu missbraucht werden, reguläre Stellen einzusparen.

Die Feier, die von den Gruppenmitgliedern mit einer Andacht und einem Gedichtbeitrag mitgestaltet wurde, klang mit einem gemeinsamen Abendessen aus.
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