Nicht jedes Kinderfoto ins Netz stellen
Filter im Kopf

Lokales
Bayern
05.11.2014
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Das Kind, wie es das erste Mal krabbelt. Das verschmierte Nutellagesicht. Und natürlich der erste Geburtstag: Oft werden Schnappschüsse dieser Ereignisse auf Facebook oder über soziale Messenger geteilt.

"Eltern sollten eine Art Filter im Kopf haben und sich vor dem Hochladen immer fragen: "Wäre ich damit einverstanden, wenn das Bild morgen in der Zeitung erscheinen würde?", fragt Maria Große Perdekamp. Sie ist Leiterin der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). Die Entscheidung der Eltern sei dann sehr individuell: Einige zuckten bei dem Gedanken zurück, andere hätten kein Problem damit.

Einen hundertprozentigen Schutz davor, dass Bilder ihrer Kinder im Internet in falsche Hände geraten, gebe es nicht. Trotzdem können Eltern einiges zum Schutz tun: Dazu gehört, keine Nacktbilder der Kinder zu veröffentlichen und den Kreis in sozialen Netzwerken einzuschränken, der überhaupt Bilder sehen kann.

"Außerdem kann ich mir überlegen: Muss mein Kind von vorne zu sehen sein oder kann ich es vielleicht auch nur von hinten aufnehmen?" Gut seien auch Verfremdungen wie eine Sonnenbrille oder eine Kappe.
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