Niklas knickt Holzpreise

Geschäftsführer Walter Ehlich informierte mit Försterin Carina Lober die Waldbauern um zweiten Vorsitzenden Markus Übelmesser (von links) über die aktuelle Lage auf dem Holzmarkt. Bild: hl
Lokales
Bayern
30.10.2015
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Des einen Freud', des anderen Leid: Das trifft auch auf den heißen Sommer zu. Mit Sorgen blickten die Waldbesitzer dieses Jahr aufs Thermometer, denn die Hitze kam nicht nur Sonnenanbetern, sondern auch dem Borkenkäfer zugute.

Als Folge der langen Sommertrockenheit sei die Fichte spürbar geschwächt worden, berichtete Walter Ehlich im Gasthaus Dumler. Lange Zeit habe es zwar kaum frisch befallene Bäume gegeben, jedoch zeigten sich mittlerweile die ersten Käferbäume, erklärte der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Kemnath in der Gebietsversammlung. Insgesamt sei man beim Borkenkäfer relativ gut weggekommen.

Je eher ein Käfernest erkannt und aufgearbeitet werde, desto langsamer breite sich der Schädling aus, erinnerte der Redner die Waldbesitzer. In Jahren wie heuer mit langanhaltender trocken-heißer Witterung tauchten vermehrt Käferlöcher in einer Tiefe auf, wo man sie nicht vermuten würde.

Verstärkter Harzfluss

Anzeichen für einen Befall seien rote Kronen und eine abplatzende Rinde. Viel schwerer wiege der Befall in früheren Entwicklungsstadien. Zu erkennen sei dieser an Einbohrlöchern in der Rinde, braunem Bohrmehl, vermehrtem Harzfluss und grünen Nadeln auf dem Waldboden. Wichtig sei daher jetzt die Kontrolle der Wälder, um die Vermehrung des Käfers einzudämmen.

Weniger gute Nachrichten hatte Ehlich auch vom Holzmarkt. Dieser habe sich wegen der Schäden im Süden durch den Orkan Niklas seit dem Frühjahr nicht zum Positiven entwickelt. Die Preise seien seit diesem Zeitpunkt etwa um 15 Prozent zurückgegangen. Die Sägewerke seien gut versorgt, so dass der Absatz von Schnittholz gerade noch zufriedenstellend sei.

Wieder Submissionen

Auch in diesem Jahr besteht die Möglichkeit, sich über die WBD (Waldbesitzer Dienstleistungs GmbH Hochfranken) an den Submissionen in Himmelkron und Petzfeld zu beteiligen. In der Vergangenheit sind laut dem Geschäftsführer zum Teil stolze Preise erzielt worden. Deshalb werde diese aufwendige Art der Vermarktung ausgesuchter Einzelstämme beibehalten. Gesucht seien beim Nadelholz hochwertige, astfreie Erdstämme in fünf Meter Länge, in Ausnahmefällen auch vier oder 4,5 Meter. Wer entsprechende Bäume anbieten könne, soll sich mit ihm in Verbindung setzen.

Der Geschäftsführer erinnerte die Mitglieder daran, ihre Steuernummern der Dienststelle in Kemnath zu melden. Auch die E-Mail-Adressen (an info@fbg-kemnath.de) seien wichtig, um den von Försterin Carina Lober erstellten Newsletter zu erhalten. Auf diesem Wege werden künftig in unregelmäßigen Abständen auch Informationen und interessante Kurzbeiträge weitergegeben.

Im Anschluss an seine Ausführungen stand Ehlich den Anwesenden für Fragen zur Verfügung.
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