Oberbürgermeister eröffnet heute Ausstellung mit Werken des Künstlers Walter Lederer
Ästhet und stets ein Suchender

1976 schuf Walter Lederer "Die Naturskulptur" (Bild), Öl auf Leinwand, 80 mal 100 Zentimeter. Bild: privat
Lokales
Bayern
21.05.2015
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Das Egerland-Museum und die Egerländer Kunstgalerie zeigen vom 22. Mai bis zum 25. Oktober die Ausstellung "Walter Lederer - Sein Lebenswerk in Bildern". OB Oliver Weigel eröffnet die Schau heute Abend um 19 Uhr. Walter Lederer zählt mit seinen Werken zu den herausragenden Persönlichkeiten in der Künstlerlandschaft Chiemsee und darüber hinaus.

Lederer ging immer wieder neue Wege in seinem künstlerischen Schaffen. Ständig rang er um neue Ausdrucksformen. In seiner Kunst war er Zeit seines Lebens ein Suchender. In seinen Werken vermischt sich Natur und Geometrie, Klarheit der Form sowie Ästhetik der Anordnung. Walter Lederer entwickelt seine eigene Bildsprache mit Formen, Zeichen und Symbolen, die Harmonie und Ruhe ausstrahlen. Die Ausstellung im Egerland-Museum, Fikentscherstraße 24, ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Im Egerland geboren

Walter Lederer wurde 1923 in Schönbach bei Asch im Egerland geboren und starb 2003 in Übersee am Chiemsee. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs kam er in russische Gefangenschaft, aus der er nach Bayern fliehen konnte. Ab 1946 studierte er an der Münchner Kunstakademie bei Professor Willi Geiger. Dieser besaß am Chiemsee ein Haus. Dort erfolgte für Walter Lederer und weitere Kunststudenten der praktische Unterricht. 1966 konnte der Künstler sein eigenes Atelier in Übersee beziehen. Es folgten Aufträge für "Kunst am Bau" und viele Ausstellungen, wie im Haus der Kunst in München, wo Lederer selbst als Juror tätig war. Er löste sich früh von der expressiv realistischen Kunst seines Lehrers und begab sich in eine malerische Gedankenwelt, die von der Magie des Metaphysischen bestimmt war.

Walter Lederer konnte buchstäblich alles: Er malte, schuf Grafiken, montierte Assemblagen oder formte Skulpturen. Einmal konnte man ihn für einen Surrealisten, ein anderes Mal wieder für einen abstrakten Künstler halten. Stets bleibt dem Betrachter Raum für eigene Fantasie und Interpretation.
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