Podium zu "Religion nebenan" evangelisch, katholisch, jüdisch, muslimisch besetzt
Sympathie für Andersgläubige

Uwe Göbel, Werner Friedmann, Berrak Bülbül, Sabine Cziba, Johannes Geiger und Martin Schmid (von links) waren beim Gedankenaustausch über verschiedene Religionen dabei. Bild: hfz
Lokales
Bayern
12.11.2014
13
0
Mit einem Podiumsgespräch endete die Ausstellung "Religion nebenan", die vier Wochen im Klinikum Fichtelgebirge zu sehen war. Thema: "Was ich an meiner/deiner Religion schätze". Eingeladen hatten dazu die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Wunsiedel (KEB), das Evangelische Bildungswerk Selb-Wunsiedel und das Netzwerk "Gemeinsam für die Region".

Auf dem Podium saßen Sabine Cziba aus Leupoldsdorf (evangelisch), Berrak Bülbül aus Marktredwitz (muslimisch), Werner Friedmann aus Weiden (jüdisch) und Uwe Göbel aus Wunsiedel (katholisch). Nach der Begrüßung durch Klinikum-Geschäftsführer Martin Schmid umriss Johannes Geiger von der KEB das Ziel des Abends: "Wir wollen einen wertschätzenden Blick aufeinander werfen und miteinander ins Gespräch kommen." Religion, wenn sie nicht missbraucht werde, könne die Menschen stärken und viel Gutes bewirken.

Warum sie sich gerade in ihrer Religion beziehungsweise Konfession engagieren, war für die Podiumsteilnehmer schnell klar: Zu einem großen Teil geht es um die Gemeinschaft, in die sich jeder einbringen kann.

Auch mit den jeweils anderen hatten sich alle bereits positiv auseinandergesetzt: Berrak Bülbül, die seit Jahren dem interkulturellen Frauenkreis angehört, schätzt das Vertrauen auf einen bedingungslos barmherzigen Gott bei ihren evangelischen Freundinnen, Sabine Cziba den Zusammenhalt und das Durchhaltevermögen der Juden, Uwe Göbel das klare Bekennen von Muslimen und Juden zu ihrem Glauben. Werner Friedmann, Vorsitzender der Gesellschaft für jüdisch-christliche Zusammenarbeit in Weiden, wollte keine Religion einzeln herausgreifen, sondern fasste seine Überzeugung so zusammen: "Ich empfinde große Sympathie, wenn Glaubensgemeinschaften auch andere achten und leben lassen."

In der Kürze der Zeit konnten an diesem Abend doch einige wichtige Themen angesprochen werden: Die interessierten Zuschauer erfuhren Grundsätzliches zu den Heiligen Schriften Thora, Koran und Bibel, zum Glauben an die Auferstehung in allen Religionen, dazu, wie die Religion das tägliche Leben des einzelnen bestimmt.

Auch das Publikum hatte die Möglichkeit, sich einzubringen: Die auf Zetteln notierten Fragen fasste Bärbel Mader von der KEB zusammen und stellte sie gebündelt den Podiumsgästen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Marktredwitz (7172)November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.