Praktika öffnen Türen zum Job

Zahlreiche junge Frauen wollten wissen, was sie im Elektrotechnik-Praktikum erwartet. Bild: hfz
Lokales
Bayern
13.02.2015
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Über FOS und BOS zum Studium. Welche Wege und Möglichkeiten jungen Menschen offen stehen, erfuhren sie bei einem Tag der offenen Tür. Das Interesse war enorm

Immer mehr junge Menschen machen ihr Abitur nicht mehr am Gymnasium, sondern wählen die Alternative der Beruflichen Oberschule. Auch in Marktredwitz ist diese Schulart seit sieben Jahren etabliert und richtet sich mit der Fachoberschule (FOS) zum einen an Absolventen von Mittel-, Wirtschafts- und Realschulen, zum anderen mit der Berufsoberschule (BOS) an junge Menschen, die nach der Mittleren Reife eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und sich nun weiterbilden möchten.

Beim Tag der offenen Tür präsentierten sich die unterschiedlichen Fachbereiche und Ausbildungsrichtungen von FOS/BOS. In vielen individuellen Gesprächen mit interessierten Schülern und Eltern wurden offene Fragen zu Anmeldung, Ausbildungsverlauf und Abschlüssen geklärt und zum geeigneten Fachbereich beraten. Zudem stellte der stellvertretende Schulleiter Peter Braune die beiden Schultypen in seinen Vorträgen grundsätzlich vor. "Der Name FOS/BOS Marktredwitz ist inzwischen gut bekannt und viele Schüler haben bereits ein Bild davon, welche Möglichkeiten sich mit einem Abschluss eröffnen." Weiterhin erklärte er, welche Voraussetzungen (beispielsweise Noten) für eine Aufnahme erfüllt sein müssen. Bei den zukünftigen Schülern stießen besonders die Praktika ("fachpraktische Ausbildung") auf großes Interesse. Laut Bernd Knieling, einem der für die Betreuung der Praktikanten verantwortlichen Lehrkräfte, können diese nicht nur in unterschiedliche Betriebe und damit Berufe "hineinschnuppern", sondern Kontakte knüpfen. In der Vergangenheit habe sich bereits wiederholt herausgestellt, dass einige Fachhochschüler tatsächlich in ihrem ehemaligen Praktikumsbetrieb eine Stelle antraten.

In Kindergärten

Die fachpraktische Ausbildung verläuft je nach Fachrichtung unterschiedlich. Während in "Wirtschaft und Verwaltung" vor allem Betriebe und Ämter im Landkreis zur Auswahl stehen, leisten Schüler des Zweigs "Sozialwesen" ihre Praktika in Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern oder sogar Schulen ab. Gleich ist bei beiden, dass ein zweiwöchiger Wechsel von Schule und Praktikum stattfindet. Im technischen Zweig allerdings findet diese Ausbildung in Lehrwerkstätten in Marktredwitz und Wunsiedel unter Anleitung von Meistern, wie Dieter Rogler, statt. Dieser Bereich ist laut Rogler immer mehr auch bei Schülerinnen gefragt.

Jede Ausbildungsrichtung führt nach dem Abschluss der 12. Klasse zur Fachhochschulreife, das heißt, dass die Absolventen jeden Studiengang an jeder deutschen Fachhochschule belegen können. Wird der Schulbesuch in der FOS 13 oder BOS 13 fortgesetzt und damit die fachgebundene Hochschulreife erreicht, kann ein Universitätsstudium entsprechend der Fachrichtung begonnen werden. Wird zudem noch eine zweite Fremdsprache erlernt, endet die Schulzeit an der FOS/BOS Marktredwitz mit der Allgemeinen Hochschulreife, die jedes Universitätsstudium ermöglicht.
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