Punktgewinn oder -verlust?

Lokales
Bayern
03.08.2015
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Mit einem 2:2 kehrte die SpVgg SV Weiden am Samstag vom Auswärtsspiel beim FC Eintracht Bamberg 2010 zurück. Dabei wäre wesentlich mehr drin gewesen. Die Oberpfälzer verschliefen wie schon beim ersten Gastspiel der Saison in Regensburg die erste Halbzeit und mussten erneut einen 0:2-Rückstand aufholen.

(ssl) Bei der SpVgg SV Weiden war die Spielberechtigung von Neuzugang Matthias Heckenberger rechtzeitig eingetroffen. Dieser nahm zunächst auf der Bank Platz, genauso wie Rafael Wodniok nach seiner verletzungsbedingten Pause.

Vor 538 Zuschauern begann das Spiel im Bamberger Fuchspark-Stadion denkbar ungünstig für die Elf von Trainer Tomás Galásek. Denn bereits nach 90 Sekunden war die ausgegebene taktische Marschrichtung, den Gegner das Spiel zu überlassen, über den Haufen geworfen. Alassane Kane nutzte einen Abpraller des ansonsten sicheren Keepers Dominik Forster zur frühen Führung für die Bamberger. Davon beflügelt spielte Bamberg munter nach vorne. Weiden war beeindruckt vom frühen Gegentor und wurde weiter in die eigene Hälfte gedrängt. "In der ersten Halbzeit haben wir zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden. Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft haben wir komplett vermissen lassen," übte Galásek Kritik am Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang.

Die Gäste konnten froh sein, dass Bamberg lediglich durch einen Kopfballtreffer von Pascal Niersberger auf 2:0 (33.) erhöhte. Wäre Bamberg bei Chancen von Kane und Victor Gradl konsequenter gewesen, wäre das Spiel zur Halbzeit wohl entschieden gewesen.

In der Pause brachte Galásek dann Rafael Wodniok und Josef Rodler für Michael Busch und Maximilian Geber und auch die Körpersprache der Weidener war wie ausgewechselt. Von Anfang an setzte der Gast die Oberfranken unter Druck und wurde früh durch den Elfmetertreffer von Michael Riester in der 54. Spielminute mit dem Anschlusstreffer belohnt. Das Spiel entwickelte sich nun vollkommen anders und ging nur noch in die Richtung des Bamberger Keepers Simon Retzlaff. Dieser musste auch mehrmals sein ganzes Können aufbieten, um die knappe Führung zu halten. Trotzdem war es Johannes Scherm vorbehalten, Retzlaff nach einer Flanke von Thomas Mallette zum 2:2 zu überwinden. (73.)

Überzahl nicht genutzt

Zu diesem Zeitpunkt waren die Oberfranken nur mehr zu zehnt auf dem Feld, da Kane drei Minuten zuvor mit der Ampelkarte das Feld verlassen musste. Weiden spielte die Überzahl nun clever aus und ließ Ball und Gegner laufen. Nichts war mehr spürbar von der fahrigen ersten Hälfte. Am Ende reichte es aber nicht mehr zum Sieg, da gute Einschussmöglichkeiten von Mallette und Ralph Egeter in der Schlussphase liegen gelassen wurden.

So wusste man im Weidener Lager nicht so recht, wie das Remis einzuordnen ist. "Vor dem Spiel wäre ich mit dem Punkt zufrieden gewesen, aber mit der starken zweiten Halbzeit wäre mehr drin gewesen," trauerte Galásek vor allem der schlechten ersten Hälfte nach.
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