Rainer Bayer sucht Mitpächter für Revier des verstorbenen Udo Heine
Als Jäger allein im Wald

Lokales
Bayern
02.04.2015
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Im Januar starb Jagdpächter Udo Heine. Doch der mit der Jagdgenossenschaft geschlossene Vertrag für den Bereich Guttenberg läuft - aufgrund eines entsprechenden Passus' - noch acht Jahre weiter. Pächter Rainer Bayer erklärte in der Jagdversammlung, dass er das gesamte Revier bis dahin wahrscheinlich nicht alleine pachten werde. Er werde versuchen, einen gleichwertigen Mitpächter zu finden.

Den Jagdgenossen stellte er seinen neuen Mitbegeher Andreas Eberl aus Göppmannsbühl vor. Dieser werde ihn zunächst unterstützen. Eberl selbst bekundete weiterhin Interesse an der Arbeit im Revier.

Elektrozäune wirken

Zu den Abschusszahlen sagte Bayer, dass der Plan erfüllt worden sei. 13 Stück Rehwild seien erlegt worden, zwei Stück fielen dem Straßenverkehr zum Opfer. Weiter sind zwei Dachse und elf Füchse, davon ein Fallwild auf der Straße, erlegt worden. Obwohl die Maisanbauflächen immer mehr zunähmen, habe es dank der Elektrozäune weniger Probleme mit Schwarzwild gegeben. Trotzdem wurden 21 Sauen geschossen, zwei weitere erlegte der Verkehr. Außerdem vermeldete Bayer den Abschuss von drei Stück Rotwild.

Er dankte den Jagdgenossen für die gute Zusammenarbeit und die Futterspenden in den Wintermonaten. Den verstorbenen Jagdpächter Udo Heine würdigte er für seine Arbeit und die Unterstützung bei nächtlichen Nachsuchen.

Laut Vorsteher Hans Reindl ist der Weg ins "Ascha" instand gesetzt worden. Eventuell sei noch eine Feinschicht aufzubringen. Das Wasser laufe nun aber sauber ab. Die Jagdgenossen haben die Gräben geputzt, die Stadt Kemnath habe Sträucher und Bäume am Wegesrand geschnitten.

Es seien drei Weidezaungeräte angeschafft worden. Material zum Ausbessern kleinerer Schäden gebe es im alten Steinbruch in Guttenberg. Für den Ausbau des Kernwegenetzes der Steinwald-Allianz sei der Weg von Tiefenbach nach Bingarten in den Plan aufgenommen worden. Die Umsetzung könnte in den nächsten zehn Jahren erfolgen. Eventuell müssten dafür die Jagdgenossen Grund zur Verfügung stellen. Zudem habe sich die Jagdgenossenschaft an der Pflanzaktion von Obstbäumen des Jagdverbandes beteiligt.

Gegen Versicherung

Für das Verbissgutachten 2015 hat eine Schulungsveranstaltung in Wiesau stattgefunden. Interessierte könnten sich noch melden. Die Versammlung sah, ebenso wie der Vorstand, keinen Bedarf für eine Wildschadenversicherung.

Reindl dankte dem Pächter für die Brotzeit, der Stadt Kemnath für die gute Zusammenarbeit und die Übernahme des Anteils am Wegebau. Ihm solle gemeldet werden, wenn Gräben zu putzen seien. Gleiches gelte bei Änderungen für den Jagdkataster.

Schriftführer Hans Steinkohl berichtete von drei Vorstandssitzungen. Zufriedenstellend fiel der Bericht von Kassier Michael Schatz aus. Für den Wegbau seien wie in den Vorjahren Rücklagen gebildet worden. Diese Aussagen bestätigte Revisor Thomas Schraml.
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