Ritt auf "Neuer Deutscher Welle"

Die vier "Marinas" im Gefängnis auf der Erde. Josephine Wendt, Celine Pohlers, Julia Schütze und Emily Hidvegi agierten grandios. Bild: lpp
Lokales
Bayern
30.04.2015
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In die schillernde Fantasiewelt des "Fred vom Jupiter" tauchte die Fichtelgebirgsrealschule Marktredwitz mit ihrem nunmehr dritten Musical ab. Nach "Sammy" und "Graf Dracula" präsentierten Schüler und Lehrer nun Hits der Neuen Deutschen Welle.

Los geht es auf dem Planeten Jupiter, wo sich Fred, dargestellt von Johanna Härthe, mit seinen vier Marinas, schillernd im Glitzerlook Josephine Wendt, Celine Pohlers, Julia Schütze und Emily Hidvegi, im musikalischen Erfolg seiner Hits sonnt. Leider geht jedoch sein Synthesizer kaputt. Und der ist nun mal nicht vom Jupiter, sondern von der Erde. Auch die erfolgreichen Hits der Band stammen aus dem Raumschiff eines gewissen "Major Tom".

Urlaub auf der Erde

Was bleibt Fred und den Marinas also anderes übrig, als Urlaub auf der Erde zu machen - und zeitgleich eine Zeitreise zu unternehmen, um ins Jahr 1981 zu kommen, denn nur von 1978 bis 1984 wurden diese bestimmten Synthesizer gebaut. Natürlich geraten alle fünf auf der Erde in Verwicklungen: Die Marinas werden inhaftiert und Fred versucht sich als Keyboarder bei den berühmten "Carbonara", um Geld zu verdienen.

Deren Keyboarder macht sich aus dem Staub und muss zur "Sennerin vom Königssee". Fred rettet die Band, peppt sie mit seinen modernen Songs wie dem "Ich seh den Sternenhimmel" und "Hurra, hurra die Schule brennt" auf und steht bald im Rampenlicht. Eifersüchteleien begleiten die Szenerie, bis sich am Ende doch noch alles zum Guten fügt.

Einradfahrerinnen und Skaterinnen sowie eine Tanzgruppe unter der Leitung von Patricia Henze unterstreichen die einzelnen Sequenzen, farblich sehr gut auf die Szenen abgestimmt. Schüler der fünften bis neunten Klassen hatten sich in einem Chor zusammengefunden, mit dem Michael Waldenmeyer und Ursula Dollinger die stimmungsvollen Hits wie "Katharine, Katharine", "Sperrbezirk" von der "Spider Murphy Gang" oder das "Bruttosozialprodukt" von "Geier Sturzflug" einstudiert hatten. Lena Meier "doubelte" gesanglich die Hauptdarstellerin, da sie exakt zu den Aufführungen Stimmprobleme hatte.

Die Lehrerband, ebenfalls unter der Leitung von Ursula Dollinger, sorgte für den musikalischen Schwung, der Akteure und Zuschauer mitriss. Begeistert klatschte das Publikum an beiden Abenden mit, stimmte in die Refrains ein und sang mit. Bereits seit Oktober des vergangenen Jahres hatten die Beteiligten an der Einstudierung des Musicals gearbeitet. Die Arbeit hat sich gelohnt. Das Zusammenspiel der verschiedenen Fachschaften gab ein stimmiges Gesamtbild ab. Bunte flippige Kulissen, die unter der Leitung von Kunstlehrerin Renate Roßkopf entstanden, die Leute von der Technik unter Stefan Horvath, die sich materielle Unterstützung aus dem Otto-Hahn-Gymnasium geholt hatten, und das Sportteam um Patricia Henze: Kompliment!

Schulleiter Oliver Brandt dankte allen Akteuren. Sein Dank ging auch an den Förderverein, der für die bessere Akustik Seitenvorhänge angeschafft hatte.
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