Rosen nach der letzten "Fahrt"

Die Altenpflegeschule Marktredwitz verabschiedete am Donnerstag staatlich geprüfte Altenpfleger und Pflegefachhelfer. Unser Bild zeigt (von links) Petra Gareis, Susanne Wiegärtner, Nicole Scharnagl, Schulleiterin Monika Bötzl, Alexandra Heinl, Uta Siegle, Cornelia Fischer, Daniela Flügel, Janina Kuriczak und Doris Ammon. Bild: jr
Lokales
Bayern
03.08.2015
174
0

Die Altenpflegeschule Marktredwitz verabschiedete am Donnerstag 27 staatlich geprüfte Altenpfleger und 18 Pflegefachhelfer. Acht von ihnen wurden mit Staatspreisen belohnt.

Das Erfreuliche gleich vorneweg: Alle Schüler, die zur Prüfung angetreten waren, haben bestanden. Am Donnerstagabend wurden von Schulleiterin Monika Bötzl 18 Absolventen der einjährigen Pflegefachhelferausbildung und 27 Absolventen der dreijährigen Altenpflegeausbildung verabschiedet. Die Absolventen erbrachten dabei zum Teil erstklassige Leistungen, die mit einem Staatspreis und Staatsurkunden ausgezeichnet wurden.

Symbolischer Pfiff

"Ihr habt jetzt die letzte Fahrt in eurer Ausbildung angetreten. Ihr werdet heute traditionell mit einer Rose verabschiedet", sagte Monika Bötzl. Symbolisch dazu pfiff sie in ihre Trillerpfeife und sagte: "Bitte Türen schließen - der Zug rollt ab. Vor einem oder drei Jahren haben Sie Ihre Zugfahrkarten beim Bewerbungsgespräch am Schalter gelöst und sind in der ,Altenpflegestation' in den Zug gestiegen. Das Fahrziel hieß Pflegefachhelfer oder Altenpfleger. In den Abteilen wurde zwischenzeitlich fleißig gearbeitet, viele Prüfungen wurden geschrieben."

Auch darüber hinaus seien die Absolventen sehr fruchtbar gewesen. In der Ausbildungszeit kamen fünf Kinder zur Welt. Leider habe es auch einige Mitreisende gegeben, die unterwegs ausgestiegen sei. Aber es seien nach einem Drittel der Reise auch Neue zugestiegen, so dass die Reisegruppe sogar zweigleisig habe fahren müssen. Höhepunkt und zugleich Abschluss der Reise sei die Abschlussfahrt nach Prag gewesen.

In die Herzen sehen

Den Absolventen legte Monika Bötzl ans Herz: "Bewahrt euch immer die Fähigkeit, in die Herzen der Menschen zu sehen, um dort ihren wirklichen Hunger oder Mangel zu sehen. Eure Pflege wird daran gemessen, wie gut ihr das Herz der Menschen erreicht und es mit Wärme füllt." Für die nicht einfache Arbeit wünschte sie Kraft und das nötige Einfühlungsvermögen. Die beiden Klassensprecherinnen der dreijährigen Ausbildung, Jessica Bernacek und Alexandra Riedel, dankten für drei tolle Jahre an der Schule. Je eine Staatsurkunde erhielten Alexandra Heinl (Groschlattengrün), Janina Kuriczak (Waldershof), Susanne Wiegärtner (Erbendorf) und Nicole Scharnagl (Konnersreuth). Sie wurden belohnt, weil sie eine Durchschnittsnote von 1,5 oder besser erreichten. Alle Schüler haben ab 1. September eine feste Anstellung in regionalen Einrichtungen.

Auf das Ausbildungsjahr der einjährigen Pflegefachhelfer blickte Lehrerin Daniela Flügel zurück. Sie sprach von einer erlebnisreichen Zeit. Klassensprecherin Melanie Kleinpeter überbrachte den Dank der Schüler und dankte der "besten Lehrerin der Welt", Monika Flügel. "Dass wir so erfolgreich waren, ist nicht selbstverständlich, wir danken Ihnen."

Weitere Ausbildung

Mit je einer Staatsurkunde belohnt wurden Doris Ammon (Marktredwitz), Cornelia Fischer (Selb) und Roland Walther (Waldershof). Einen Staatspreis mit einer Geldzuwendung erhielt für ihre hervorragenden Leistungen Petra Gareis (Döhlau). Acht der Absolventen treten jetzt eine Ausbildung zum Altenpfleger an, der Rest steigt ins Berufsleben ein. Die Glückwünsche der Stadt Marktredwitz überbrachte Stadträtin Uta Siegle.
Weitere Beiträge zu den Themen: Marktredwitz (7172)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.