Schlafmützigkeit bestraft

Stefan Graf hatte in der Schlussphase die große Möglichkeit zum Ausgleich, der Weidener fand aber im Großbardorfer Torwart Marcel Wehr seinen Meister.
Lokales
Bayern
14.09.2015
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Auch die SpVgg SV Weiden hat sich als nunmehr elftes Team der Bayernliga Nord am Tabellenzweiten TSV Großbardorf die Zähne ausgebissen. Die Oberpfälzer kassierten in der Bioenergie-Arena eine knappe 1:2-Niederlage. Ein Remis lag durchaus im Bereich des Möglichen.

(ssl) Der Knackpunkt waren die jeweils frühen Gegentreffer zu Beginn der beiden Halbzeiten. Dennoch war Trainer Tomás Galásek mit dem Auftritt seiner Spieler zufrieden: "Natürlich wäre mehr drin gewesen, aber die Mannschaft hat einen couragierten Auftritt hingelegt. Wir haben gegen ein Spitzenteam mitgehalten." Der ehemalige tschechische Nationalspieler ärgerte sich aber zugleich über den Zeitpunkt der beiden TSV-Treffer: "Da müssen wir einfach von Beginn an wach sein, solche Teams bestrafen jede Schlafmützigkeit."

Offensiv ausgerichtet

Mit dem 4:0 vom vergangenen Freitag gegen die DJK Don Bosco Bamberg im Rücken reiste die SpVgg SV Weiden mit neuem Selbstvertrauen nach Bamberg. Dies war auch in der sehr offensiv ausgerichteten Aufstellung ersichtlich. Die Außenverteidiger Michael Riester und Brendan Ruiz nahmen zunächst auf der Bank Platz, während Enis Saramati und Christoph Hegenbart im Mittelfeld beginnen durften. Thomas Wildenauer und Johannes Scherm rückten zurück in die Viererkette.

Allerdings gab es für die Schwarz-Blauen sofort eine kalte Dusche. Bereits nach drei Minuten setzte sich der Großbardorfer Andre Rieß auf der rechten Seite energisch durch und dessen Flanke köpfte Simon Snaschel aus sieben Metern zur frühen Führung ein. Die Heimmannschaft nahm den Rückenwind durch dieses Tor mit und schnürte die Weidener tief in deren Hälfte ein. In dieser Phase konnte sich die SpVgg SV bei Keeper Dominik Forster bedanken, der gegen den frei vor ihm auftauchenden Snaschel (15.) und Björn Schönwiesner (20.) sein ganzes Können aufbieten musste.

Nur langsam befreite sich Weiden vom Druck des Gastgebers und konnte ab Mitte der ersten Halbzeit erste Akzente setzen. Durch früheres Attackieren der Gäste hatten jetzt auch die Grabfeld-Gallier Probleme. So besaß Enis Saramati in der 24. Minute die erste Gelegenheit für Weiden. Sein Schuss aus knapp 18 Metern streifte nur knapp am Pfosten vorbei. Der Abschluss von Josef Rodler kurz vor der Halbzeit war dann eine leichte Beute für Torwart Marcel Wehr(43.).

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurden die Max-Reger-Städter erneut kalt erwischt. Wieder setzte sich der agile Rieß durch und dessen Vorarbeit nutzte diesmal Stefan Piecha, der Forster clever zum 2:0 (46.) überlupfte. Das Gegentor war die Initialzündung für eine nun deutlich aktivere Galásek-Elf, die fortan auf den Anschlusstreffer drängte. Bei einer Doppelchance von Rodler und Ralph Egeter aus kurzer Entfernung reichte es noch nicht zum Anschlusstreffer (61.). Der war dann aber gut 15 Minuten vor Schluss fällig. Wieder war es der gut aufgelegte Rodler, der seine Farben zurück ins Spiel brachte. Eine Flanke von links setzte dieser unhaltbar für Wehr aus elf Metern in die Maschen (74.).

Graf scheitert

Die SpVgg SV setzte nun alles daran, den Ausgleich zu erzielen, und agierte noch offener. Stefan Graf hätte in der 82. Minute aus fünf Metern fast für das 2:2 gesorgt, doch scheiterte er am starken Wehr. Da Großbardorf seine Konter nicht genau genug ausspielte, stand die Partie bis zum Ende auf der Kippe. Matthias Heckenbergers Schuss in der Nachspielzeit aus gut 25 Meter war die letzte Möglichkeit, die erneut Wehr vereitelte.

Beim Abpfiff stand die SpVgg SV trotz einer vor allem nach dem Wechsel ansprechenden Leistung mit leeren Händen da. Unterm Strich sicherte sich der TSV Großbardorf die Punkte, da er in den entscheidenden Situationen abgezockter auftrat.
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