Schlaganfallnetzwerk aufgebaut - Dr. Bernhard Keller erhält Gesundheits- und Pflegemedaille
Ministerin dankt für Pionierleistung

Gesundheitsministerin Melanie Huml (links) listete die vielfältigen Verdienste von Dr. Bernhard Keller (rechts) auf und würdigte seine Leistungen mit der Gesundheits- und Pflegemedaille. Bild: privat
Lokales
Bayern
21.11.2014
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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat am Mittwochnachmittag Dr. Bernhard Keller mit der Gesundheits- und Pflegemedaille ausgezeichnet. Damit würdigte Huml das außerordentliche Engagement des Marktredwitzer Mediziners bei der Verbesserung der Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen. Dr. Keller ist auch Initiator eines Herzkathetermessplatzes im Klinikum Fichtelgebirge in Marktredwitz sowie des Schlaganfallnetzwerks Steno.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verleiht jährlich an bis zu zehn Menschen die Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege. Ministerin Melanie Huml betonte bei der Verleihung in Nürnberg: "Die Medaille soll Ansporn sein für andere Menschen zu eigenen Anstrengungen. Sie soll auch dazu ermutigen, neue Wege bei den Zukunftsthemen Gesundheit und Pflege zu gehen."

Gesund leben

Die Ministerin fügte hinzu: "Unsere Aufgabe ist es, die älter werdende Gesellschaft positiv zu gestalten. Dafür muss es uns gelingen, Lebensjahre mit Lebensqualität und Lebensfreude zu verbinden." Als ein Ziel nannte Huml die weitere Stärkung der Prävention. Sie fügte hinzu: "Ich möchte bei Menschen jeden Alters ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig ein gesundheitsförderlicher Lebensstil ist." Bei der Übergabe der Medaillen unterstrich die Ministerin: "Wir brauchen mehr Menschen, die für das Wohl anderer Verantwortung übernehmen." Ausführlich würdigte sie die Leistungen von Dr. Bernhard Keller: Das besondere Augenmerk von Dr. Keller galt Verbesserungen bei der Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen und der Schlaganfalltherapie. 1986 wurde er als Internist im Klinikum Fichtelgebirge in Marktredwitz Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik. Von 2007 bis zu seinem Ruhestand Ende 2012 leitete er die Klinik als Chefarzt. "Dr. Bernhard Keller hatte maßgeblichen Anteil an der Zukunftsfähigkeit der Medizinischen Klinik." Melanie Huml verwies auf den Aufbau der Abteilung für Diabetologie und Ernährungsmedizin sowie die Einrichtung der Intermediate-Care-Station zur Überwachung von Patienten mit Verdacht auf Koronarkrankheiten und kardiologische Erkrankungen. "Auf seiner Initiative 2011 beruht ein Herzkathetermessplatz im Klinikum, von dem rund 600 Patienten jährlich profitieren." 2007 sei "sein Klinikum" als eines der ersten in Nordbayern in das Schlaganfallnetzwerk Steno eingebunden worden, um den Menschen eine noch effizientere Behandlung zu bieten. "Mit anderen Einrichtungen, die das Modell übernahmen, konnten gemeinsame Diagnose- und Therapiestandards erarbeitet werden." In besonderer Weise habe sich Dr. Bernhard Keller in der Aufklärung hervorgetan, um die Bevölkerung für ein rasches Erkennen der Schlaganfall-Symptome zu sensibilisieren und im Notfall richtig zu handeln. "Sein Engagement in Vortrags- und Informationsveranstaltungen, in Weiterbildung und Förderung von Selbsthilfegruppen und seine Öffentlichkeitsarbeit gehen weit über die Erfüllung ärztlicher Pflichtaufgaben hinaus."
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