Schule des Wohlbefindens

Im Zuge der Woche der Nachhaltigkeit am Otto-Hahn-Gymnasium haben Schüler mit Hilfe einer CO2-Ampel die Luftqualität in den Chemie-Sälen gemessen und dabei festgestellt, dass schlechte Luft die Schüler am konzentrierten Lernen hindert. Regelmäßiges Lüften schafft Abhilfe. Unser Bild zeigt die jungen Forscher mit Studienrat Johannes Wällisch (rechts) und Schulleiterin Gertraud Nickl (Zweite von rechts). Bild: jr
Lokales
Bayern
20.10.2015
0
0

Wenn Schüler schon nach der ersten Stunde über Kopfschmerzen klagen, muss das nicht unbedingt am komplizierten Unterrichtsstoff liegen. Häufig ist schlechte Luft im Klassenzimmer schuld. Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums haben deshalb eine Kohlendioxid-Ampel entwickelt.

Unter der Leitung von Studienrat Johannes Wällisch forschten und bauten die Jugendlichen. Die CO2-Ampel überwacht die Luftqualität in den Klassenzimmern. Eine Entwicklung, die 750 Schülern das Lernen erleichtern soll.

Besonders in der kalten Jahreszeit bleiben die Fenster oft zu lange geschlossen, informierte Johannes Wällisch im Pressegespräch. "Bei Räumen ohne automatische Luftzufuhr kann der Wert an Kohlenstoffdioxid stark zunehmen." Das Gas aus der Atemluft der Schüler führe in zu hoher Konzentration zu Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Ein Test in den Chemie-Sälen des Otto-Hahn-Gymnasiums zeigt: Schon nach 30 Minuten Unterricht steigt die CO2-Konzentration auf über 1000 ppm. Dies sei ein Wert, bei dem unbedingt gelüftet werden müsse. Erstaunt waren die Schüler, dass ein kurzes Öffnen der Fenster nur wenig bringt und sich der Kohlendioxidgehalt der Luft kaum verändert. Um den Ausgangswert zu Beginn einer Unterrichtsstunde zu erreichen, müssten die Fenster fast zehn Minuten lang offenbleiben. Dies ergaben mehrere Untersuchungen. Die Messwerte veranschaulichen exemplarisch, wie wichtig regelmäßiges Lüften ist. Fazit der Forschergruppe um Johannes Wällisch: Nicht nur in der Schule, sondern auch in Büros und überall wo sich Menschen aufhalten, sollte auf die Luftqualität geachtet werden. Ziel müsse sein, dass Schüler und Lehrer gerne in den Unterricht gehen. Deshalb der Appell: regelmäßig ausreichend lüften.
Weitere Beiträge zu den Themen: Marktredwitz (7172)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.