Schwarzwild benimmt sich

30 Jahre lang hat Alois Schmidt (links) die Jagdgenossenschaft Heinersreuth geführt. Jagdvorsteher Gerhard Weiß (rechts) dankte dem scheidenden Vorstandsmitglied mit einem Präsent. Bild: ü
Lokales
Bayern
24.03.2015
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Aus dem Gemeinschaftsjagdrevier am Fuße des Kütschenrains gibt es nichts Negatives zu berichten. Entsprechend harmonisch verlief die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft mit Rehessen.

Vorsitzender Gerhard Weiß ließ in der Gastwirtschaft "Mauth" vor vollem Hause das ruhig verlaufene Jagdjahr 2014 Revue passieren. Unter den Zuhörern waren auch zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann, Jagdpächter Rudi Gräbner, Jagdaufseher Rudi Biersack und Altjäger Paul Reiß.

Die Bayerische Staatsforstverwaltung erstelle heuer zum elften Mal für die rund 750 Hegegemeinschaften in Bayern forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, berichtete Weiß. Diese seien für die Beteiligten wichtige Hilfsmittel bei der Abschussplanung für Schalenwild. Zum Thema Schwarzwild (Wildschweine) im Gebiet um Heinersreuth teilte der Jagdvorsteher mit, dass lediglich zwei kleinere Schäden gemeldet worden seien.

Im September vergangenen Jahres sei der alte Weg in Richtung Rothmühle aufgeschottert worden. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang Werner Freiberger, der sich um den Wegebau gekümmert habe. Der Zuschuss der Gemeinde sei da sehr hilfreich.

Die Jagdgenossenschaft verfüge seit Herbst 2014 über den neuen digitalen Jagdkataster, der zukunftsweisend sei und jährlich aktualisiert werde, erläuterte Weiß. Mitglieder des Vorstands besuchten im Januar auf Einladung des Bayerischen Bauernverbands eine Informationsveranstaltung in Etzenricht. Kreisobmann Josef Fütterer habe alle Jagdgenossenschaften darauf hingewiesen, dass sie ausreichend Rücklagen bilden sollten, um Wildschäden regulieren zu können.

Drittelung der Einnahmen

Von den 4,50 Euro Jagdpacht-Einnahmen je Hektar werden wie bisher drei Euro ausbezahlt. Ein Euro wird für den Wegebau verwendet, 50 Cent bleiben in der Kasse der Jagdgenossenschaft zur Begleichung laufender Ausgaben. Von den 25 Wahlberechtigten stimmten 22 (mit 277 Hektar) für diesen Vorschlag. Drei Jagdgenossen (mit 93 Hektar) votierten dagegen.

Zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann versicherte, dass die 30-prozentige Bezuschussung aus der Gemeindekasse für den Wegebau beibehalten werde, ebenso die Übernahme der Kosten für das Ausbaggern von Straßengräben. Dieses System habe sich über Jahre hinweg bewährt. Die Kommune wäre nicht in der Lage, diese Aufgaben alleine zu schultern. Schreglmann kündigte an, dass demnächst eine Versammlung mit allen Jagdvorständen stattfinde, bei der die Aktionen für 2015 besprochen werden.

Mit einem Geschenk und einem Gutschein wurde Alois Schmidt, der 30 Jahre lang Jagdvorsteher war, aus dem Vorstandsgremium verabschiedet. Interessant waren die Erzählungen aus seiner Dienstzeit mit vielen Höhen und Tiefen.
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