Seehofer will 2018 nicht mehr antreten

Lokales
Bayern
08.01.2015
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CSU-Chef Horst Seehofer will 2018 definitiv nicht mehr als bayerischer Ministerpräsident antreten und grundsätzlich auch den Parteivorsitz abgeben. Damit versuchte er am Mittwoch in Wildbad Kreuth, von ihm selbst beförderte Spekulationen um seine politische Zukunft zu beenden. "Ich trenne da nicht zwischen beiden Funktionen, damit da nicht wieder ein neues Gerücht aufkommt", stellte er klar.

Allerdings legte sich der 65-Jährige nur darauf fest, dass er in drei Jahren nicht mehr das Amt des Regierungschefs anstreben wird, seine Amtsdauer als Parteichef ließ er hingegen offen. "Warten Sie es halt ab", sagte er. Im vorigen Oktober hatte er nicht ausgeschlossen, erneut als Regierungschef anzutreten, obwohl er das bereits 2012 verneint hatte. 2015 will Seehofer auf jeden Fall wieder für den CSU-Vorsitz kandidieren.

Zu Kritik des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an der CSU-Asylpolitik sagte Seehofer: "Ich glaube, dass hier ein Missverständnis vorliegt." Im Gespräch mit den Kirchen habe die CSU bisher vieles verändert - auch, was die Asylpolitik betreffe. Seehofer sagte der Tageszeitung "Die Welt", er wolle mit Marx persönlich und in Ruhe sprechen. Marx hatte gewarnt, Zuwanderer in Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge einzuteilen. Viele Abgelehnte könnten nicht zurück in ihre Heimat. (Seite 5)
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