Segen zum Mitnehmen

Segen ist nicht nur das gesprochene Wort, er kann auch plastisch dargestellt werden - so wie in der Spätschicht in Premenreuth. Bild: hfz
Lokales
Bayern
04.04.2015
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Zum ersten Mal hat die Pfarrei in der Fastenzeit die Spätschicht-Reihe "Zu neuen Ufern" angeboten. Zur großen Freude der Organisatoren wurde dieses Projekt sehr gut angenommen.

Jeden Donnerstag trafen sich die Teilnehmer um 19 Uhr im Pfarrhof, um sich 30 Minuten auf die Bedeutung der Fastenzeit zu besinnen. Als Grundlage dienten Texte von Misereor, die sich aufgrund der Fastenaktion mit der Lebenssituation der Fischerfamilien auf den Philippinen beschäftigten. Jedoch wurde jedes Mal eine Brücke in das Leben bei uns geschlagen.

Literarischer Impuls

Der Mittelpunkt der Runde war ansprechend gestaltet. Zu Anfang gab es eine Einführung in das Thema. Es wurde ein Impuls vorgelesen, in dem Menschen von den Philippinen erzählten und anschließend die Verbindung mit Deutschland bedacht wurde. Auch ein passender Lesungstext aus der Bibel durfte nicht fehlen.

Besonders die verschiedenen Symbolhandlungen zum Thema unterschieden die Spätschichten von klassischen Andachten. Zum Beispiel wurde einmal Samen in Erdtöpfchen gesät, und jeder sollte die Saat zu Hause pflegen, um zu sehen, was daraus erwächst. Auch die Fürbitten wurden durch eine kleine Aktion unterstützt. So wurde in der zweiten Spätschicht nach jeder Fürbitte ein wenig Weihrauch entzündet, so dass schließlich der ganze Raum duftete. Nach den vorgegebenen Fürbitten waren die Teilnehmer jedes Mal eingeladen, eigene Bitten an Gott zu formulieren. Zum Abschluss beteten alle gemeinsam das Vaterunser und hörten einen passenden Segenswunsch für die kommende Woche. Diesen Segen gab es, mit einem schönen Bild gestaltet, zum mitnehmen, um sich immer wieder daran zu erinnern. Aufgelockert wurden die Spätschichten mit modernen Liedern, teilweise aus dem neuen Gotteslob. Diese wurden mit Gitarrenspiel unterstützt.

Am 19. Februar war das erste Thema "Kraft schöpfen", um sich der eigenen Kraftquellen bewusst zu werden. Es folgte "Den Atem anhalten", in der man aufgefordert wurde, dankbar für alle Geschenke Gottes zu sein. Die dritte Spätschicht hatte das Thema "Feuer und Flamme sein", in der jeder eingeladen war, sich zu überlegen, wofür er seine Energien einsetzt.

Frucht und Veränderung

Am 12. März beschäftigten sich die Teilnehmer bei "Frucht bringen" mit der Frage, wie sie Energie teilen und weitergeben können. In der vorletzten Einheit, "Veränderung wagen", wurde erarbeitet, mit welchen Kleinigkeiten jeder zur Verbesserung der Welt beitragen, aber auch das Leben zum Positiven verändern kann.

In der letzten Spätschicht, "Das Gewohnte unterbrechen", am 26. März wurde den Teilnehmern bewusst gemacht, dass auch ungewollte Veränderungen bessere Ziele zur Folge haben können. Besonders schön war, dass alle Altersgruppen und auch evangelische Mitchristen anwesend waren.
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