Sonne fordert Tribut

Glücklich auf dem Hochtor-Gipfel angelangt: Die Seniorentour-Kletterer des DAV Marktredwitz. Bild: hfz
Lokales
Bayern
20.08.2015
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In eines der östlichsten Gebirge Österreichs, das Gesäuse, führte die Seniorentour des Alpenvereins Marktredwitz unter der Leitung von Tourenführer Rainer Rahn. Große Hitze und schwieriges Gelände machten den Teilnehmern zu schaffen.

Zielort der Anreise war Admont, der Hauptort des Nationalparks Gesäuse. Im Tal der Enns ging es weiter bis in die Nähe von Johnsbach. Bereits der erste Aufstieg zur 1250 Meter hohen Gsengscharte hatte es bei voller Sonnenbestrahlung in sich. Das weiße Gestein spiegelte die Hitze von allen Seiten.

Die auf 1121 Meter gelegene Haindlkarhütte bot einen schattigen Gastgarten: Da der Wetterbericht wieder einen sehr heißen Tag meldete, starteten die Bergsteiger bereits um 6.45 Uhr. Anfangs ging es noch auf einem gut ausgetretenen Pfad über Geröllfelder und Bergwälder aufwärts; dann steilte die Route mächtig auf. Mühsam ging es durch steile Geröllkare, Felsstufen und Schuttreißen hoch. Auf 1623 Meter wurde der Eingang der Peterpfadschlucht erreicht. Der sehr steile Schrofenaufschwung schreckte einige Teilnehmer. Da die Absicherung mit dem mitgeführten Bergseil zu lange gedauert hätte, entschied man sich hier nach eingehender Diskussion zur Umkehr.

Auch der Abstieg zurück verlangte vor allem im oberen Teil höchste Vorsicht ob des massiven lockeren Gerölls. Heil auf der Haindlkarhütte angekommen, wurde bei einem Frühschoppen die Moral der Gruppe wieder hergestellt. Der normale Hüttenzustieg wurde als Abstieg gewählt. Mit dem Gseismobil, dem regionalen Taltaxi, fuhr die Gruppe zum Kölblwirt, Ausgangspunkt für einen Anstieg zur 1699 Meter hoch gelegenen Heßhütte.

Zuerst ließ man die größte Hitze verstreichen. Kurz vor 16 Uhr mahnte Tourenführer Rahn zum Aufbruch, da immer noch mindestens drei Stunden Aufstieg warteten. wegen der großen Hitze brauchte die Gruppe aber eine Stunde länger. Das Hochtor, der höchste Gipfel des Gesäuse, stand am dritten Tag auf dem Programm. Mit Helm, Gurt und Klettersteigsicherung wurde die erste Hürde, ein senkrechter Felsaufschwung, gemeistert. Nun ging es über Bänder, Schrofen, kleine Wandstufen und Geröllrinnen zum Guglgrat. Da es von hier immer noch fast eine Stunde bis zum Gipfelkreuz war, entschlossen sich drei Senioren zur Umkehr.

Der Rest der Gruppe erreichte nach einer Aufstiegszeit von dreieinhalb Stunden den 2369 Meter hohen Gipfel. Der strahlend blaue Himmel ermöglichte eine perfekte Rundumsicht. Über die gleiche Route wurde wieder vorsichtig und umsichtig abgestiegen. Aufgrund der hohen Temperaturen und der Strapazen verbrachte man noch ganz entspannt eine Nacht auf der Heßhütte, was von der Hüttenwirtin mit einer Runde Marillenschnaps belohnt wurde.

Trotz eines heftigen Gewitters schien am nächsten Morgen wieder die Sonne, war es bereits früh morgens beim Abstieg sehr warm. Nach einer Besichtigung des Benediktinerstiftes in Admont und der Stiftskirche traten die Marktredwitzer wieder die Heimfahrt an.
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