Stadt braucht erneut Kredit

Lokales
Bayern
26.11.2015
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Bereits am 10. Dezember will Marktredwitz den Haushalt 2016 verabschieden. Kämmerer Markus Brand stellte den Stadträten am Dienstag das komplexe Zahlenwerk vor.

Der Verwaltungshaushalt umfasst 36,2 Millionen, der Vermögenshaushalt 9,34 Millionen Euro. Damit liegt der Haushalt 2016 auf dem aktuellen Niveau. Die Stadt hat seit 2008 rund sieben Millionen Euro Schulden abgebaut. Möglich wurde dies durch Stabilisierungshilfe. Marktredwitz erhielt alleine heuer 2,8 Millionen Euro.

Kämmerer Markus Brand stellte die größten Einnahmequellen des Verwaltungshaushalts vor: Die Gewerbesteuer ist mit 10,8 Millionen Euro veranschlagt. Aus dem Einkommensteueranteil erwartet die Stadt 7,4 Millionen Euro, an Schlüsselzuweisungen 1,45 Millionen Euro (2015: 2,6 Millionen Euro). Aus der Grundsteuer B sollen 2,57 Millionen Euro fließen und aus dem Umsatzsteueranteil 1,3 Millionen Euro.

Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt fallen die rund 9,4 Millionen Euro Kreisumlage auf. An Personalausgaben sind 9,64 Millionen Euro vorgesehen. Der Zuführungsbetrag vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt beträgt 627 646 Euro. Die Leistungsfähigkeit der Stadt ist damit gegeben, merkte Markus Brand an. Erfreulich der weitere Schuldenabbau von 800 000 Euro in diesem Jahr. Die Stadt geht somit mit einem Schuldenstand von 46,68 Millionen Euro ins neue Jahr.

Nur für Investitionen

Zur Finanzierung des Vermögenshaushaltes sei eine Kreditaufnahme von 2,99 Millionen Euro nötig. Die Kredite würden ausschließlich für Investitionen verwendet. Weiter wurde bekannt, dass die Stadt heuer keinerlei Kassenkredite in Anspruch nehmen musste.

Oberbürgermeister Oliver Weigel machte deutlich, dass die Stadt nur in dringend notwendige Maßnahmen investiere. Weigel zeigte sich zuversichtlich, dass die Stadt rasch eine Genehmigung des Haushalts 2016 erhält. "Schon heuer merkten wir, wie gut es sich mit einem genehmigten Haushalt arbeiten lässt." Sein Dank galt der Kämmerei mit Markus Brand und Gerald Hoch.

Dritter Bürgermeister Heinz Dreher (CSU) bescheinigte der Stadt, dass sie sehr viel erreicht habe. Er machte allerdings auch deutlich, dass die positiven Zahlen in engem Zusammenhang mit der Stabilisierungshilfe stünden. "Ich sorge mich, dass trotz aller Sparsamkeit die Schulden wieder steigen werden." Wichtig sei weiterer Schuldenabbau "gerade im Hinblick auf die anstehenden großen Investitionen". Gisela Wuttke-Gilch (SPD) gab Heinz Dreher recht und mahnte weiteren Schuldenabbau an. "Gerade in guten Jahren müssen Schulden gesenkt werden." Oberbürgermeister Oliver Weigel merkte an: "Wir haben zwar viele Einnahmen, müssen aber auch einen Großteil davon an Umlagen wieder abgeben."
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