Startrampe zum Beruf

Auf einem guten Weg ist der 18-jährige Robin Kröniger (Dritter von rechts), der nach einem Langzeitpraktikum bei der Stadt auf einen Dauerarbeitsplatz hofft. Mit im Bild (von links) Integrationsbetreuerin Christine Reichelt, Stewog-Geschäftsführer Mario Wuttke, Oberbürgermeister Oliver Weigel sowie (von rechts) Bauhofleiter Stefan Kolb und Vater Raimon Kröniger. Bild: jr
Lokales
Bayern
09.01.2015
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Der 18-jährige Robin Kröniger ist fest entschlossen, die Chance beim Schopf zu packen. Über ein Langzeitpraktikum will der Förderschüler sich eine feste Arbeitsstelle sichern.

Der Tröstauer absolviert seit 16. September ein einjähriges Praktikum bei der Stadt Marktredwitz. Jeweils zwei Tage ist er im Regiebetrieb der Stewog und im Städtischen Bauhof eingesetzt. Ziel ist es, den jungen Mann so zu qualifizieren, dass er nach Ablauf des Praktikums fest in der Mannschaft der Stadt übernommen werden kann. Und es sieht gut aus, das wurde jetzt bei einem Pressegespräch im Rathaus deutlich. Erstmals bietet die Stadt Marktredwitz einen solchen Praktikumsplatz an. Robin Kröniger ist Schüler des privaten Förderzentrums der Lebenshilfe. Über die Maßnahme "Übergang Förderschule Beruf" sollen Schüler neue Wege auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eröffnet werden. Oberbürgermeister Oliver Weigel machte deutlich, dass für die Stadt Integration und Inklusion schon immer einen hohen Stellenwert hatten. "Wir geben Robin die Möglichkeit, mit einem Langzeitpraktikum den Schritt zu einem festen Arbeitsplatz bei der Stadt zu machen".

"Hand in Hand"

Dank galt Integrationsberaterin Christine Reichelt, die den jungen Mann betreut. "Wir arbeiten Hand in Hand mit der Stadt", erläuterte Reichelt, die sich über die großen Fortschritte von Robin freute. Stewog-Geschäftsführer Mario Wuttke sprach von einem sachlichen und verlässlichen Mitarbeiter. Er lernt die Berufsfelder Maurer, Maler und Schreiner kennen. Wuttke wusste aus Gesprächen mit den Mitarbeitern, dass Robin eine große Hilfe und zudem beliebt ist. Eine Dauerbeschäftigung bei der Stewog sei möglich, so Wuttke.

Bauhofleiter Stefan Kolb bescheinigte Robin Kröniger hohe Motivation, "weil er etwas lernen will". Eingesetzt wird er unter anderem bei der Straßenreinigung. Auch Kolb konnte sich einen Dauerarbeitsplatz vorstellen. OB Oliver Weigel richtete an Marktredwitzer Unternehmer den Appell, den gleichen Weg einzuschlagen und jungen Menschen von der Lebenshilfe eine Chance zu geben.
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