TenneT stellt am 30. Juni in der Oberpfalzhalle Ergebnis für das Raumordnungsverfahren vor - ...
Drei Hauptvarianten für Ersatzneubau Ostbayernring

Lokales
Bayern
29.06.2015
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"In einem einzigartigen Beteiligungsverfahren hat der Netzbetreiber TenneT gemeinsam mit Bürgern aus Schwandorf alternative Trassenverläufe für das Ersatzneubauprojekt Ostbayernring entwickelt", heißt es in einer Presseverlautbarung des Unternehmens.

Nach Abschluss der umweltfachlichen Untersuchungen lägen nun die Ergebnisse der im vergangenen Jahr absolvierten Planungsbeteiligung vor. TenneT werde drei von den Bürgern entwickelte Varianten im Herbst 2015 in das offizielle Raumordnungsverfahren einbringen. Diese Hauptvarianten stellt der Netzbetreiber aus Bayreuth am Dienstag, 30. Juni, in der Oberpfalzhalle in Schwandorf vor. Damit erreiche das in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut aus Essen entwickelte Pilotprojekt der Bürgerbeteiligung ein wichtiges Etappenziel und einen ersten Abschluss.

Blick auf Wohnfeld

Ziel der Beteiligung sei es, den Ersatzneubau der insgesamt 185 Kilometer langen Versorgungs- und Transitleitung mit Blick auf den Wohnumfeld- und Naturschutz bestmöglich zu gestalten. Um für die dicht besiedelten Schwandorfer Gebiete in Ettmannsdorf und Krondorf deutliche Verbesserungen zu erlangen, habe TenneT gemeinsam mit Bürgern mögliche Trassenalternativen entwickelt. Diese seien in einem Trassenuntersuchungsteam (TUT) vertieft, erörtert und optimiert worden, heißt es weiter.

Optimierte Führung

Die umweltfachlichen Untersuchungen wurden seit Beginn an von diesem Team, bestehend aus acht Schwandorfer Bürgern, Behördenvertretern sowie Fachexperten begleitet und auf Nachvollziehbarkeit geprüft. So auch beim zweiten TUT-Workshop am 19. auf den 20. Juni. Die Umweltplanung habe unter anderem bei einer Trassenrundfahrt die Ergebnisse der Variantenvergleiche sowie die Verläufe der drei Hauptvarianten ausführlich erläutert.

Eine Möglichkeit sei die optimierte Führung entlang der Bestandstrasse im Naabtal. Auch zwei alternative Varianten weiter im Westen durch den Kreither Forst in Bündelung mit der Gasleitung, oder über die Deponie bis zum Umspannwerk Schwandorf seien denkbar. Die von der "Bürgeraktion gegen eine neue Hochspannungstrasse im Naabtal" geforderte weiträumige Verlegung des Ostbayernrings in den Osten Schwandorfs an die A 93 sei aufgrund der zahlreichen Nachteile aus umweltfachlicher Sicht skeptisch bewertet worden. Die hohe Zahl an Neubetroffenen sowie die erheblichen Konflikte mit dem Naturschutz stünden im Vergleich mit den anderen drei Leitungsverläufen in keinem Verhältnis, so dass diese Variante aus Sicht der Gutachter nicht als eine der Hauptvarianten eingereicht werde.

Infomarkt und Präsentation

Ausführlich stellt TenneT die Ergebnisse der Variantenuntersuchung am 30. Juni bei einer Abschlussveranstaltung mit Infomarkt in der Oberpfalzhalle vor. Beim Infomarkt ab 16 Uhr haben alle Interessierten die Gelegenheit, sich im Gespräch mit den TenneT-Fachleuten über die Untersuchungsergebnisse zu informieren und weiterführende Details zum Projekt Ostbayernring zu erfahren. Beginn der anschließenden Präsentationsveranstaltung ist um 18.30 Uhr. Mit dem öffentlichen Abschluss des Bürgerbeteiligungsverfahrens in Schwandorf biete TenneT noch einmal die Gelegenheit, Hinweise und Meinungen zu der Trassensuche einzubringen. Diese Hinweise werde man dokumentieren und der Behörde informell mitgeben.
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